
FRIEDERIKE COHEN
Am 29. August 1847 fährt eine Kutsche rund um Neustadt in der Pfalz. Die Menschen darin werfen Geldmünzen aus dem Fenster, die in ein Flugblatt eingewickelt sind. Es trägt den Titel: „Der deutsche Hunger und die deutschen Fürsten“, ist anonym verfasst und ruft zum Aufstand gegen die Fürsten auf, die ihr Volk hungern lassen.
Am selben Tag werden die Verantwortlichen verhaftet: Eine davon ist die jüdische Bankiersgattin Friederike Cohen, die für zwei Monate in Untersuchungshaft kommt. Die Verhandlung des Falles in den Zeitungen der Zeit zeigt, dass die Presse politisch unterschiedlich eingestellt war und teilweise mit Cohen sympathisierte, sie teilweisel verurteilte.
Viel ist über Cohens Leben nicht bekannt, selbst ihr Todesdatum ist unklar, und auch Schriften aus ihrer Hand existieren es heute nicht mehr. Aber die wenigen Informationen über sie zeigen das Bild einer weit vernetzten Frau: In Karlsruhe und Mannheim gehörte sie dem sogenannten Montagskreis an, in dem man sich interkonfessionell etwa für Säkularisierung, Aufklärung und Bildungsfreiheit einsetzte. Dort traf sie unter anderem auf das Ehepaar Gustav und Amalie Struve und auf Karl Blind, mit dem sie eine Affäre begann und der mit ihr zusammen die Flugblätter verteilte.
Diese Verbindung zu anderen Revolutionären und das Verteilen der Flugblätter brachten ihr im „Anzeiger für die politische Polizei Deutschlands“ den Stempel „sehr gefährliche Demokratin“ ein.
Friederike Ettlinger kommt in Karlsruhe zur Welt. Früh verwaist lebt sie einige Jahre allein, ehe sie ihren Ehemann kennenlernt.
In Mannheim heiratete sie Jakob Abraham Cohen.
Im sogenannten „Montagskreis“ lernt sie neben vielen anderen Persönlichkeiten der Zeit auch Karl Blind kennen, der sich 1848 am Heckerzug beteiligt.
Die gemeinsame Tochter des Ehepaar Cohens Mathilde kommt zur Welt. Als Mathilde Blind wird sie besonders im englischsprachigen Raum zur bekannten Schriftstellerin, unter anderem mit einem Roman über die Freiheitskämpfer der Revolution von 1848.
Der Sohn Ferdinand kommt zur Welt. Er wird im Mai 1866 ein Attentat auf Otto von Bismarck begehen, mutmaßlich, um den drohenden Krieg zwischen Preußen und Österreich zu verhindern.
Wegen des Verteilens des Flugblatts „Der deutsche Hunger und die deutschen Fürsten“ kommt Friederike Cohen, zusammen mit Karl Blind, für zwei Monate in Untersuchungshaft im damals bayrischen Speyer.
Sie nimmt am Hochverratsprozess gegen Karl Blind und Gustav Struve teil, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits überwiegend im Exil lebt.
Vermutlich 1849 heiratet Cohen, inzwischen verwitwet, Blind, der auch ihre beiden Kinder adoptiert. Die Ehe verstößt gegen die Konventionen der Zeit: Sie war Jüdin, er Katholik – und er war deutlich jünger. Einige Zeitgenossen und auch spätere Historiker unterstellen ihr, ihre demokratischen Überzeugungen seien nur auf ihre „Schwärmereien“ für Blind zurückzuführen.
Die Familie lebt im Exil in Frankreich, Belgien und England. In London etabliert das Ehepaar einen Salon mit anderen deutschen Exilanten. Außerdem hält sie Kontakt mit Karl Marx und anderen europäischen Kommunisten. Friederike Cohens Todesdatum und ihr Sterbeort sind unbekannt.
Der deutsche Hunger und die deutschen Fürsten.
Wie ein Wüstentier stürzt sich der hohläugige, knochige Geselle, der Hunger, über die deutschen Länder und ergreift seine Beute. Greift er die FETTEN? Nein, dieses Raubtier hat ein anderes Gelüste, als die übrigen: es sucht nur magere Beute.
Wen frisst es nicht? Diejenigen, die es gesandt haben. Wer sind die, welche den Hunger senden, selbst aber ihn nicht kennen? Es sind Diejenigen, die zu viel Gewalt haben und tun können, was sie sollen, oder zu viel Gold haben und kaufen können, was sie wollen, vor Allen aber Diejenigen, die Beides zugleich haben. Diese schaffen den Hunger, sie selbst aber hungert nicht. Sie gebrauchen den Hunger als Jagdhund, um das Volk wie ein Wild vor die Flinten ihrer Henker treiben und es zu ihrem Vergnügen erlegen zu lassen. Die das tun, sind vor Allen die FÜRSTEN. Die FÜRSTEN hungert nicht, denn sie verschleudern Millionen, welche sie dem Volke abpressen, um es mit mittelalterlichem Glanz knechten und daneben allen ihren Lüsten frönen zu können. Weiterlesen
1 Wird heute meist Christian Minkus (1770-1849) zugeordnet.
Die ADELICHEN hungert nicht, denn sie strecken als Fürsten zweiter Klasse ihre Faust über halbe Länder hin und drücken die Abhängigen herzlos durch mittelalterliche Lasten nieder, um in Müßiggang und Schwelgerei ihre Nichtswürdigkeit hinzuschleppen.
Die MINISTER und GEHEIMRÄTE hungert nicht, denn ihnen wird das Blutgeld des Volks mit Tausenden zugeworfen, damit sie stets neue Künste zu dessen Unterdrückung aussinnen.
Die DIPLOMATEN und sonstigen SPIONE hungert nicht, denn ihre Börsen strotzen vor Gold, welches der Lohn ist für Volksverrat und Liederlichkeit.
Die GENERÄLE hungert nicht, denn ihnen schafft man ein glänzendes Loos, damit sie Luft behalten, das hungernde Volk niederschießen zu lassen. Die HERREN DER BÖRSE hungert nicht, denn sie spielen unter einer Decke mit den Herren der Gewalt, und teilen mit ihnen den geheimen Raub frevelhafter Spekulationen.
Die HOHEN PFAFFEN hungert nicht, denn sie greifen mit gesegnetem Finger in den Säckel
des Volks oder empfangen von den Gewalthabern reichen Lohn für die Verdummung der
Köpfe.
Da habt ihr die Hauptnamen, ihr Hungernden, aus der Liste Derer, die nicht hungert, wenn alle Andern zu Grunde gehen. […]
Während in den deutschen Ländern, die Brot genug für alle ihre Bewohner hervorbringen, der Hunger wütet und das Volk überall zur Empörung treibt, herrscht in der Schweiz, der brotarmen Schweiz, die auf dem größten Teil ihres Berglandes keinen essbaren Halm erzeugt und der noch dazu rings von den Despotenländern die Zufuhr abgeschnitten ist, völlige Ruhe. Woher das?
Es rührt daher, dass die Schweiz eine Republik, ein freies Land ist, welches keine Millionen vergeudende Despoten, kein stehendes Militär, kein Herr von überflüssigen Beamten, keinen mittelalterlichen Adel zu füttern hat. Es kommt daher, dass die Schweizer Regierungen vom Volke gewählt, zeitig für das Volk sorgen und sorgen müssen, wenn sie regieren wollen. Es kommt daher, dass die freie Presse und das offene Staatsleben in der Republik den Volksbetrug unmöglich macht. Es kommt daher, dass die Gleichheit Aller keine Stellungen zulässt, in welchen der Betrug durch die Demut von „Untertanen“ geschützt ist. In der Schweiz wäre es nicht möglich, dass eine „Seehandlung“², die angeblich im allgemeinen Interesse handelt, mit den Geldern der Waisen Wucher triebe und das Korn, welches sie zu 60 Taler zukauft, zu 100 an die Hungernden wieder verkaufte, um solchen Verschwendern die Taschen zu füllen. In der Schweiz wäre es nicht möglich, dass man Keller voll geraubten Goldes als „Staatsschatz“ aufhäufte, um damit in unruhigen Zeiten die Volksmörder zu besolden oder gelegentlich sich damit aus dem Lande zu machen. In der Schweiz wäre es nicht möglich, dass die Staatsoberhäupter, mit den Millionen ihrer „Civilisten“ noch nicht zufrieden, die Staatsanleihen und Staatsbauten benutzten, um Hunderttausende zu unterschlagen. In der Schweiz wäre es nicht möglich, dass ein Staatsoberhaupt, wie der Herr Ludwig in München, 32 Millionen erübrigte Volksgelder an Paläste und Maitressen vergeudete und doch noch mit Lebehochs empfangen würde. In der Schweiz wäre es nicht möglich, dass ein Regent Hunderttausende an eine Hure wegwürfe, während im Volk der Hunger wütet. Der höchste Beamte der freiesten Republik in der Schweiz, der stets tätig und stets voll Einsicht und Volkseifer ist, bezieht einen Gehalt von ein Paar tausend Franken, während die meisten eurer dummen und faulen Majestäten als Lohn für die Volks-knechtung ebensoviel Millionen verschlingen und daneben doch noch den frechsten Betrug treiben. Ist denn das nicht himmelschreiend? Wollt ihr denn das ewig dulden? Wisst ihr noch immer nicht, wohin ihr euern Zorn und eure Fäuste zu richten habt?
Gegen Diejenigen richtet sie, die euch Flintenkugeln bieten statt Brod und Kerker statt Obdach! […] ergreift nicht die ohnmächtigen Kornwucherer, sondern die Beschützer alles Wuchers und alles Frevels gegen das Volk, die gekrönten Wucherer mit ihrem Anhang! Ergreift sie und vernichtet sie, denn ihr seht es, wenn ihr sie nicht vernichtet, vernichten sie euch!
Habt keine Nachsicht, wie sie keine haben, aber schafft Gerechtigkeit, die sie nicht wollen.
Die Mutter aller Gerechtigkeit ist die Freiheit und die Stätte der Freiheit ist einzig die Republik!
Nieder mit den Despoten! Es lebe die Freiheit! Es lebe die Republik!
1 Wird heute meist Christian Minkus (1770-1849) zugeordnet.
2 Gemeint ist die 1772 gegründete Seehandlungsgesellschaft des Königreich Preußens.
2 Gemeint ist die 1772 gegründete Seehandlungsgesellschaft des Königreich Preußens.
Die Polizei ist in voller Tätigkeit; ein Herr Blind (bekanntlich Hauptmitarbeiter der Abendzeitung und des Mannheimer Journals, als es noch unter der Redaktion von Struve’s stand) und eine Madame Cohen aus Mannheim sind verhaftet worden wegen Verbreitung der Flugschrift „Der deutsche Hunger und die deutschen Fürsten“. Es ist dies ein erst neuerdings erschienenes Pamphlet hochverräterischer, communistischen, zum Aufruhr auffordernden Inhaltes. Die beidem im Zentralgefängnisse der Pfalz Verhafteten befanden sich im Bade zu Dürkheim, fuhren zusammen spazieren und warfen dabei aus der Chaise Handwerksburschen u. dgl. in solchen Flugschriften eingewickelte Groschen zu, und zwar namentlich auch solchen, welche sie nicht um Almosen ansprachen. Die Angeschuldigten sollen dieses Vergehens schon förmlich überwiesen sein, die Untersuchung dürfte indessen noch Manches feststellen. Ohne Zweifel werden die nächsten Assisen den Fall abzuurteilen haben.
Die Verhaftung des Studenten Blind und der Madame Cohen macht hier viel Aufsehen. Auf Requisition der bayerischen Gerichte wurde im Hause dieser beiden Mannheimer Haussuchung gehalten. Das Ergebnis ist nicht bekannt geworden. Sicherem Vernehmen nach fand man bei der Durchsuchung der Effekten der Verhafteten in Dürkheim mehrere Flugschriften mit der Bezeichnung: „Deutscher Hunger und deutsche Fürsten“. Die Familie der Madame Cohen ist wie natürlich über die Arretierung sehr bestürzt, sie findet indessen ihre Beruhigung in den Rechtseductionen der Hausfreunde Herren Obergerichts-Advokaten Eller und Gentil, wonach die Geschworenen sicher ein Nichtschuldig aussprechen werden. Jedenfalls dürfte aber die Untersuchungshaft einige Zeit andauern, da unseres Wissens die Assisen gerade jetzt in Zweibrücken zu Gericht sitzen. Die radikalen lichtfreundlichen Dandys verlieren durch diesen Vorfall einen point de réunion. Die Madame Cohen war eine Beschützerin der Deutschkatholiken, des Montagskränzchens usw., auch diese haben daher ihren Verlust zu betrauern.
Wie wir aus guter Quelle vernehmen, hat die Untersuchung in Betreff der Frau Cohen ein durchaus günstiges Resultat geliefert. Es ist nämlich durch die Aussage des siebenjährigen Töchterchens der Frau Cohen und der Gouvernante, welche Beide auf jener Spazierfahrt von Dürkheim nach Neustadt mit im Wagen waren, hergestellt, dass Frau Cohen keine Kenntnis von dem Inhalt des Papiers hatte, in welches das den beiden Handwerksburschen zugeworfene Geldstück eingewickelt war.
Das hiesige Morgenblatt hat sich bis jetzt nicht veranlasst gesehen, über die Mittwochsversammlung und über die neue Wahl zu berichten. Dagegen bietet ihm die Verhaftung der Frau Cohen und des Studenten Blind von hier einen angenehmen Stoff. Beide sind angeschuldigt, eine Flugschrift […] auf einer Fahrt von Dürkheim (wo sich Frau Cohen mit ihren Kindern im Soolbade befand) nach Neustadt einem Handwerksburschen gegeben zu haben; sie sind in Neustadt verhaftet und in das Bezirksgefängnis nach Frankenthal gebracht worden. Welche Luft für das Morgenblatt! Ihm gilt die Anklage schon als bewiesen; den Trost, welchen die Herren Obergerichtsadvokaten Eller und Gentil, wie das Morgenblatt berichtete, der bestürzten Familie der Frau Cohen spenden, indem sie ausführen, dass eine Freisprechung von den Geschworenen erfolgen werde, entkräftet es durch die Bemerkung, dass die Untersuchungshaft doch lange genug dauern werde. Die Frau Cohen muss also jedenfalls lange im Gefängnis bleiben. Aber das ist nicht genug. Das französische Gesetz – bemerkt das Morgenblatt weiter – ist streng; es steht Todesstrafe auf dem verübten Verbrechen; wird diese auch nicht vollzogen, so bleibt jedenfalls langjähriges entehrendes Gefängnis. Und Frau Cohen war ja eine Beschützerin der Deutschkatholiken, des Montagskränzchens usw.!
Die aus Frankfurter Blättern in alle Zeitungen, auch in die Karlsruher, übergegangene Nachricht, dass die Sache der in Frankenthal verhafteten Frau Cohen, gut stehe, dass sie als nicht beteiligt bei einer Verteilung von Flugschriften erscheine und von der Ratskammer wohl bald auf freien Fuß gesetzt werde, kommt dem hiesigen Morgenblatt ungelegen. Seine Freude war so groß; es hatte die Angeklagte bereits zum Tode verurteilt, oder doch zu langwieriger Zuchthausstrafe; im schlimmsten Falle, wenn sich gar nichts beweisen lasse, hatte es auf lange Untersuchungshaft gerechnet. Unsere Andeutung über die sittliche Beschaffenheit solcher edeln Herzen begegnet das Morgenblatt mit der Beschuldigung, wir hätten die Verbreitung verbrecherischer Flugschriften für moralisch ausgegeben, und mit der zarten Andeutung, wie gehörten zu den Urhebern des Verbrechens. Das ist die Art und Weise, wie diese Herren ihre voreiligen Blut- und Kerkerurteile, die übereilte Enthüllung ihres inneren Menschen, zuzudecken hoffen. Freilich ist es nicht der Mantel der christlichen Liebe.
Cohen, Friederike, geborene Ettlinger aus Karlsruhe, Witwe, ehemals Zuhälterin¹ des berüchtigten Karl Blind (er soll sie später geheiratet haben), schon 1847 in Neustadt wegen Verbreitung staatsverbrecherischer Schriften verhaftet und in Untersuchung genommen, sehr gefährliche Demokratin.
1 Meint hier, dass sie mit Blind eine Affäre hatte.
Während des Aufenthaltes in Straßburg trafen wir mit einer Kusine unseres Vaters zusammen, die, wie ich später vernahm, in den Revolutionstagen viel von sich reden machte. Sie hieß mit ihrem Mädchennamen Friederike Ettlinger, hatte einen viel ältern Mann, einen Witwer, in Hannover geheiratet und hielt sich damals mit ihren beiden Kindern in Straßburg auf. Das Mädchen, Mathilde, war etwa im Alter meiner Schwester Friederike, der Knabe, [Ferdinand], viel jünger. Was mir am meisten Eindruck machte, war, dass diese Kinder in herausgezogenen Kommodenschubladen schliefen. Ob Frau Friederike damals Witwe oder geschieden war, das weiß ich nicht. Sie heiratete in zweiter Ehe Karl Blind, mit dem sie schon früher in Beziehung stand. Er, der unter den Revolutionären in Baden eine hervorragende Rolle spielte, wohnte später mit ihr in London, wo er die Neuerstehung Deutschlands noch miterlebte. […]
Mathilde, die sich nach ihrem zweiten Vater ‚Blind’ nannte, besuchte uns nach Jahren in Karlsruhe, wo sie bei ihrem gutmütigen altmodischen Onkel Simon Ettlinger wohnte. Sie war Studentin in Zürich, damals also etwas für uns ganz Besonderes, was mir gewaltig imponierte. Dabei war sie schön und geistvoll und durchaus selbständig in ihrem Wesen. In England war sie später als Schriftstellerin tätig.
1 In ihren Lebenserinnerungen erzählt Anna Ettlinger (1841-1934) von ihrer Verwandten Friederike Cohen und deren Tochter Mathilde.
Keine bekannt
Klein, Birgit E. (u.a.): „Sehr gefährliche Demokratin“. Flugblätter gegen den Hunger. Friederike Cohen im Sommer 1847, Unterrichtsmaterialien zur jüdischen Emanzipation in Baden, Lehrstuhl für Jüdische Studien Heidelberg, Heidelberg 2016.
Mumm, Hans-Martin: „Freiheit ist das, was wir – nicht haben“. Jüdinnen und Juden in der Revolution von 1848, in: Jüdisches Leben in Heidelberg. Studien zu einer unterbrochenen Geschichte, hg. von Norbert Giovannini / Jo-Hannes Bauer / Hans-Martin Mumm, Heidelberg 1992, S. 61-105.
FRIEDERIKE COHEN

Am 29. August 1847 fährt eine Kutsche rund um Neustadt in der Pfalz. Die Menschen darin werfen Geldmünzen aus dem Fenster, die in ein Flugblatt eingewickelt sind. Es trägt den Titel: „Der deutsche Hunger und die deutschen Fürsten“, ist anonym verfasst und ruft zum Aufstand gegen die Fürsten auf, die ihr Volk hungern lassen.
Am selben Tag werden die Verantwortlichen verhaftet: Eine davon ist die jüdische Bankiersgattin Friederike Cohen, die für zwei Monate in Untersuchungshaft kommt. Die Verhandlung des Falles in den Zeitungen der Zeit zeigt, dass die Presse politisch unterschiedlich eingestellt war und teilweise mit Cohen sympathisierte, sie teilweisel verurteilte.
Viel ist über Cohens Leben nicht bekannt, selbst ihr Todesdatum ist unklar, und auch Schriften aus ihrer Hand existieren es heute nicht mehr. Aber die wenigen Informationen über sie zeigen das Bild einer weit vernetzten Frau: In Karlsruhe und Mannheim gehörte sie dem sogenannten Montagskreis an, in dem man sich interkonfessionell etwa für Säkularisierung, Aufklärung und Bildungsfreiheit einsetzte. Dort traf sie unter anderem auf das Ehepaar Gustav und Amalie Struve und auf Karl Blind, mit dem sie eine Affäre begann und der mit ihr zusammen die Flugblätter verteilte.
Diese Verbindung zu anderen Revolutionären und das Verteilen der Flugblätter brachten ihr im „Anzeiger für die politische Polizei Deutschlands“ den Stempel „sehr gefährliche Demokratin“ ein.
Friederike Ettlinger kommt in Karlsruhe zur Welt. Früh verwaist lebt sie einige Jahre allein, ehe sie ihren Ehemann kennenlernt.
In Mannheim heiratete sie Jakob Abraham Cohen.
Im sogenannten „Montagskreis“ lernt sie neben vielen anderen Persönlichkeiten der Zeit auch Karl Blind kennen, der sich 1848 am Heckerzug beteiligt.
Die gemeinsame Tochter des Ehepaar Cohens Mathilde kommt zur Welt. Als Mathilde Blind wird sie besonders im englischsprachigen Raum zur bekannten Schriftstellerin, unter anderem mit einem Roman über die Freiheitskämpfer der Revolution von 1848.
Der Sohn Ferdinand kommt zur Welt. Er wird im Mai 1866 ein Attentat auf Otto von Bismarck begehen, mutmaßlich, um den drohenden Krieg zwischen Preußen und Österreich zu verhindern.
Wegen des Verteilens des Flugblatts „Der deutsche Hunger und die deutschen Fürsten“ kommt Friederike Cohen, zusammen mit Karl Blind, für zwei Monate in Untersuchungshaft im damals bayrischen Speyer.
Sie nimmt am Hochverratsprozess gegen Karl Blind und Gustav Struve teil, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits überwiegend im Exil lebt.
Vermutlich 1849 heiratet Cohen, inzwischen verwitwet, Blind, der auch ihre beiden Kinder adoptiert. Die Ehe verstößt gegen die Konventionen der Zeit: Sie war Jüdin, er Katholik – und er war deutlich jünger. Einige Zeitgenossen und auch spätere Historiker unterstellen ihr, ihre demokratischen Überzeugungen seien nur auf ihre „Schwärmereien“ für Blind zurückzuführen.
Die Familie lebt im Exil in Frankreich, Belgien und England. In London etabliert das Ehepaar einen Salon mit anderen deutschen Exilanten. Außerdem hält sie Kontakt mit Karl Marx und anderen europäischen Kommunisten. Friederike Cohens Todesdatum und ihr Sterbeort sind unbekannt.
Der deutsche Hunger und die deutschen Fürsten.
Wie ein Wüstentier stürzt sich der hohläugige, knochige Geselle, der Hunger, über die deutschen Länder und ergreift seine Beute. Greift er die FETTEN? Nein, dieses Raubtier hat ein anderes Gelüste, als die übrigen: es sucht nur magere Beute.
Wen frisst es nicht? Diejenigen, die es gesandt haben. Wer sind die, welche den Hunger senden, selbst aber ihn nicht kennen? Es sind Diejenigen, die zu viel Gewalt haben und tun können, was sie sollen, oder zu viel Gold haben und kaufen können, was sie wollen, vor Allen aber Diejenigen, die Beides zugleich haben. Diese schaffen den Hunger, sie selbst aber hungert nicht. Sie gebrauchen den Hunger als Jagdhund, um das Volk wie ein Wild vor die Flinten ihrer Henker treiben und es zu ihrem Vergnügen erlegen zu lassen. Die das tun, sind vor Allen die FÜRSTEN. Die FÜRSTEN hungert nicht, denn sie verschleudern Millionen, welche sie dem Volke abpressen, um es mit mittelalterlichem Glanz knechten und daneben allen ihren Lüsten frönen zu können. Weiterlesen
Die ADELICHEN hungert nicht, denn sie strecken als Fürsten zweiter Klasse ihre Faust über halbe Länder hin und drücken die Abhängigen herzlos durch mittelalterliche Lasten nieder, um in Müßiggang und Schwelgerei ihre Nichtswürdigkeit hinzuschleppen.
Die MINISTER und GEHEIMRÄTE hungert nicht, denn ihnen wird das Blutgeld des Volks mit Tausenden zugeworfen, damit sie stets neue Künste zu dessen Unterdrückung aussinnen.
Die DIPLOMATEN und sonstigen SPIONE hungert nicht, denn ihre Börsen strotzen vor Gold, welches der Lohn ist für Volksverrat und Liederlichkeit.
Die GENERÄLE hungert nicht, denn ihnen schafft man ein glänzendes Loos, damit sie Luft behalten, das hungernde Volk niederschießen zu lassen. Die HERREN DER BÖRSE hungert nicht, denn sie spielen unter einer Decke mit den Herren der Gewalt, und teilen mit ihnen den geheimen Raub frevelhafter Spekulationen.
Die HOHEN PFAFFEN hungert nicht, denn sie greifen mit gesegnetem Finger in den Säckel
des Volks oder empfangen von den Gewalthabern reichen Lohn für die Verdummung der
Köpfe.
Da habt ihr die Hauptnamen, ihr Hungernden, aus der Liste Derer, die nicht hungert, wenn alle Andern zu Grunde gehen. […]
Während in den deutschen Ländern, die Brot genug für alle ihre Bewohner hervorbringen, der Hunger wütet und das Volk überall zur Empörung treibt, herrscht in der Schweiz, der brotarmen Schweiz, die auf dem größten Teil ihres Berglandes keinen essbaren Halm erzeugt und der noch dazu rings von den Despotenländern die Zufuhr abgeschnitten ist, völlige Ruhe. Woher das?
Es rührt daher, dass die Schweiz eine Republik, ein freies Land ist, welches keine Millionen vergeudende Despoten, kein stehendes Militär, kein Herr von überflüssigen Beamten, keinen mittelalterlichen Adel zu füttern hat. Es kommt daher, dass die Schweizer Regierungen vom Volke gewählt, zeitig für das Volk sorgen und sorgen müssen, wenn sie regieren wollen. Es kommt daher, dass die freie Presse und das offene Staatsleben in der Republik den Volksbetrug unmöglich macht. Es kommt daher, dass die Gleichheit Aller keine Stellungen zulässt, in welchen der Betrug durch die Demut von „Untertanen“ geschützt ist. In der Schweiz wäre es nicht möglich, dass eine „Seehandlung“², die angeblich im allgemeinen Interesse handelt, mit den Geldern der Waisen Wucher triebe und das Korn, welches sie zu 60 Taler zukauft, zu 100 an die Hungernden wieder verkaufte, um solchen Verschwendern die Taschen zu füllen. In der Schweiz wäre es nicht möglich, dass man Keller voll geraubten Goldes als „Staatsschatz“ aufhäufte, um damit in unruhigen Zeiten die Volksmörder zu besolden oder gelegentlich sich damit aus dem Lande zu machen. In der Schweiz wäre es nicht möglich, dass die Staatsoberhäupter, mit den Millionen ihrer „Civilisten“ noch nicht zufrieden, die Staatsanleihen und Staatsbauten benutzten, um Hunderttausende zu unterschlagen. In der Schweiz wäre es nicht möglich, dass ein Staatsoberhaupt, wie der Herr Ludwig in München, 32 Millionen erübrigte Volksgelder an Paläste und Maitressen vergeudete und doch noch mit Lebehochs empfangen würde. In der Schweiz wäre es nicht möglich, dass ein Regent Hunderttausende an eine Hure wegwürfe, während im Volk der Hunger wütet. Der höchste Beamte der freiesten Republik in der Schweiz, der stets tätig und stets voll Einsicht und Volkseifer ist, bezieht einen Gehalt von ein Paar tausend Franken, während die meisten eurer dummen und faulen Majestäten als Lohn für die Volks-knechtung ebensoviel Millionen verschlingen und daneben doch noch den frechsten Betrug treiben. Ist denn das nicht himmelschreiend? Wollt ihr denn das ewig dulden? Wisst ihr noch immer nicht, wohin ihr euern Zorn und eure Fäuste zu richten habt?
Gegen Diejenigen richtet sie, die euch Flintenkugeln bieten statt Brod und Kerker statt Obdach! […] ergreift nicht die ohnmächtigen Kornwucherer, sondern die Beschützer alles Wuchers und alles Frevels gegen das Volk, die gekrönten Wucherer mit ihrem Anhang! Ergreift sie und vernichtet sie, denn ihr seht es, wenn ihr sie nicht vernichtet, vernichten sie euch!
Habt keine Nachsicht, wie sie keine haben, aber schafft Gerechtigkeit, die sie nicht wollen.
Die Mutter aller Gerechtigkeit ist die Freiheit und die Stätte der Freiheit ist einzig die Republik!
Nieder mit den Despoten! Es lebe die Freiheit! Es lebe die Republik!
1 Wird heute meist Christian Minkus (1770-1849) zugeordnet.
2 Gemeint ist die 1772 gegründete Seehandlungsgesellschaft des Königreich Preußens.
Die Polizei ist in voller Tätigkeit; ein Herr Blind (bekanntlich Hauptmitarbeiter der Abendzeitung und des Mannheimer Journals, als es noch unter der Redaktion von Struve’s stand) und eine Madame Cohen aus Mannheim sind verhaftet worden wegen Verbreitung der Flugschrift „Der deutsche Hunger und die deutschen Fürsten“. Es ist dies ein erst neuerdings erschienenes Pamphlet hochverräterischer, communistischen, zum Aufruhr auffordernden Inhaltes. Die beidem im Zentralgefängnisse der Pfalz Verhafteten befanden sich im Bade zu Dürkheim, fuhren zusammen spazieren und warfen dabei aus der Chaise Handwerksburschen u. dgl. in solchen Flugschriften eingewickelte Groschen zu, und zwar namentlich auch solchen, welche sie nicht um Almosen ansprachen. Die Angeschuldigten sollen dieses Vergehens schon förmlich überwiesen sein, die Untersuchung dürfte indessen noch Manches feststellen. Ohne Zweifel werden die nächsten Assisen den Fall abzuurteilen haben.
Die Verhaftung des Studenten Blind und der Madame Cohen macht hier viel Aufsehen. Auf Requisition der bayerischen Gerichte wurde im Hause dieser beiden Mannheimer Haussuchung gehalten. Das Ergebnis ist nicht bekannt geworden. Sicherem Vernehmen nach fand man bei der Durchsuchung der Effekten der Verhafteten in Dürkheim mehrere Flugschriften mit der Bezeichnung: „Deutscher Hunger und deutsche Fürsten“. Die Familie der Madame Cohen ist wie natürlich über die Arretierung sehr bestürzt, sie findet indessen ihre Beruhigung in den Rechtseductionen der Hausfreunde Herren Obergerichts-Advokaten Eller und Gentil, wonach die Geschworenen sicher ein Nichtschuldig aussprechen werden. Jedenfalls dürfte aber die Untersuchungshaft einige Zeit andauern, da unseres Wissens die Assisen gerade jetzt in Zweibrücken zu Gericht sitzen. Die radikalen lichtfreundlichen Dandys verlieren durch diesen Vorfall einen point de réunion. Die Madame Cohen war eine Beschützerin der Deutschkatholiken, des Montagskränzchens usw., auch diese haben daher ihren Verlust zu betrauern.
Wie wir aus guter Quelle vernehmen, hat die Untersuchung in Betreff der Frau Cohen ein durchaus günstiges Resultat geliefert. Es ist nämlich durch die Aussage des siebenjährigen Töchterchens der Frau Cohen und der Gouvernante, welche Beide auf jener Spazierfahrt von Dürkheim nach Neustadt mit im Wagen waren, hergestellt, dass Frau Cohen keine Kenntnis von dem Inhalt des Papiers hatte, in welches das den beiden Handwerksburschen zugeworfene Geldstück eingewickelt war.
Das hiesige Morgenblatt hat sich bis jetzt nicht veranlasst gesehen, über die Mittwochsversammlung und über die neue Wahl zu berichten. Dagegen bietet ihm die Verhaftung der Frau Cohen und des Studenten Blind von hier einen angenehmen Stoff. Beide sind angeschuldigt, eine Flugschrift […] auf einer Fahrt von Dürkheim (wo sich Frau Cohen mit ihren Kindern im Soolbade befand) nach Neustadt einem Handwerksburschen gegeben zu haben; sie sind in Neustadt verhaftet und in das Bezirksgefängnis nach Frankenthal gebracht worden. Welche Luft für das Morgenblatt! Ihm gilt die Anklage schon als bewiesen; den Trost, welchen die Herren Obergerichtsadvokaten Eller und Gentil, wie das Morgenblatt berichtete, der bestürzten Familie der Frau Cohen spenden, indem sie ausführen, dass eine Freisprechung von den Geschworenen erfolgen werde, entkräftet es durch die Bemerkung, dass die Untersuchungshaft doch lange genug dauern werde. Die Frau Cohen muss also jedenfalls lange im Gefängnis bleiben. Aber das ist nicht genug. Das französische Gesetz – bemerkt das Morgenblatt weiter – ist streng; es steht Todesstrafe auf dem verübten Verbrechen; wird diese auch nicht vollzogen, so bleibt jedenfalls langjähriges entehrendes Gefängnis. Und Frau Cohen war ja eine Beschützerin der Deutschkatholiken, des Montagskränzchens usw.!
Die aus Frankfurter Blättern in alle Zeitungen, auch in die Karlsruher, übergegangene Nachricht, dass die Sache der in Frankenthal verhafteten Frau Cohen, gut stehe, dass sie als nicht beteiligt bei einer Verteilung von Flugschriften erscheine und von der Ratskammer wohl bald auf freien Fuß gesetzt werde, kommt dem hiesigen Morgenblatt ungelegen. Seine Freude war so groß; es hatte die Angeklagte bereits zum Tode verurteilt, oder doch zu langwieriger Zuchthausstrafe; im schlimmsten Falle, wenn sich gar nichts beweisen lasse, hatte es auf lange Untersuchungshaft gerechnet. Unsere Andeutung über die sittliche Beschaffenheit solcher edeln Herzen begegnet das Morgenblatt mit der Beschuldigung, wir hätten die Verbreitung verbrecherischer Flugschriften für moralisch ausgegeben, und mit der zarten Andeutung, wie gehörten zu den Urhebern des Verbrechens. Das ist die Art und Weise, wie diese Herren ihre voreiligen Blut- und Kerkerurteile, die übereilte Enthüllung ihres inneren Menschen, zuzudecken hoffen. Freilich ist es nicht der Mantel der christlichen Liebe.
Cohen, Friederike, geborene Ettlinger aus Karlsruhe, Witwe, ehemals Zuhälterin¹ des berüchtigten Karl Blind (er soll sie später geheiratet haben), schon 1847 in Neustadt wegen Verbreitung staatsverbrecherischer Schriften verhaftet und in Untersuchung genommen, sehr gefährliche Demokratin.
1 Meint hier, dass sie mit Blind eine Affäre hatte.
Während des Aufenthaltes in Straßburg trafen wir mit einer Kusine unseres Vaters zusammen, die, wie ich später vernahm, in den Revolutionstagen viel von sich reden machte. Sie hieß mit ihrem Mädchennamen Friederike Ettlinger, hatte einen viel ältern Mann, einen Witwer, in Hannover geheiratet und hielt sich damals mit ihren beiden Kindern in Straßburg auf. Das Mädchen, Mathilde, war etwa im Alter meiner Schwester Friederike, der Knabe, [Ferdinand], viel jünger. Was mir am meisten Eindruck machte, war, dass diese Kinder in herausgezogenen Kommodenschubladen schliefen. Ob Frau Friederike damals Witwe oder geschieden war, das weiß ich nicht. Sie heiratete in zweiter Ehe Karl Blind, mit dem sie schon früher in Beziehung stand. Er, der unter den Revolutionären in Baden eine hervorragende Rolle spielte, wohnte später mit ihr in London, wo er die Neuerstehung Deutschlands noch miterlebte. […]
Mathilde, die sich nach ihrem zweiten Vater ‚Blind’ nannte, besuchte uns nach Jahren in Karlsruhe, wo sie bei ihrem gutmütigen altmodischen Onkel Simon Ettlinger wohnte. Sie war Studentin in Zürich, damals also etwas für uns ganz Besonderes, was mir gewaltig imponierte. Dabei war sie schön und geistvoll und durchaus selbständig in ihrem Wesen. In England war sie später als Schriftstellerin tätig.
1 In ihren Lebenserinnerungen erzählt Anna Ettlinger (1841-1934) von ihrer Verwandten Friederike Cohen und deren Tochter Mathilde.
Keine bekannt
Klein, Birgit E. (u.a.): „Sehr gefährliche Demokratin“. Flugblätter gegen den Hunger. Friederike Cohen im Sommer 1847, Unterrichtsmaterialien zur jüdischen Emanzipation in Baden, Lehrstuhl für Jüdische Studien Heidelberg, Heidelberg 2016.
Mumm, Hans-Martin: „Freiheit ist das, was wir – nicht haben“. Jüdinnen und Juden in der Revolution von 1848, in: Jüdisches Leben in Heidelberg. Studien zu einer unterbrochenen Geschichte, hg. von Norbert Giovannini / Jo-Hannes Bauer / Hans-Martin Mumm, Heidelberg 1992, S. 61-105.
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