
PHILIPP JAKOB SIEBENPFEIFFER
Abb.: Österreichische Nationalbibliothek
Der 1789 in Lahr geborene Philipp Jakob Siebenpfeiffer zählt zu den wichtigsten politischen Akteuren des Vormärz. Inspiriert durch die Julirevolution in Frankreich gründete der promovierte Jurist im Jahr 1830 die Zeitung „Rheinbayern”, in der er politische Missstände anprangerte und Reformvorschläge vorstellte. Von der Suspendierung als Landescomissär, die seine Kritik zur Folge hatte, ließ er sich nicht einschüchtern, sondern übernahm 1831 auch die Herausgeberschaft der regierungskritischen Zeitung „Bote aus dem Westen”. Im Frühjahr 1832 initiierte er gemeinsam mit seinem politischen Mitstreiter Johann Georg August Wirth das Hambacher Fest, auf dem im großen Rahmen nationale, liberale und demokratische Forderungen aufgestellt wurden. In einem Prozess gegen die Akteure dieses Festes, in dem Siebenpfeiffer seine Ansichten vehement verteidigte, wurde er zunächst von einem Geschworenengericht freigesprochen. In einem weiteren Prozess verurteilte ihn jedoch das Zuchtpolizeigericht zu einer zweijährigen Haftstrafe, der er sich aber durch eine Flucht in die Schweiz entziehen konnte. Dort übernahm er schließlich an der Universität Bern eine außerordentliche Professur für Straf- und Staatsrecht.
Philipp Jakob Siebenpfeiffer wird am 12. November als Sohn eines Schneiders in Lahr geboren.
Nach dem Besuch der Lateinschule wird er im Verwaltungsdienst des Oberamtes Lahr angestellt.
Beginn eines Studiums der Rechtswissenschaft an der Universität Freiburg.
Erfolgreiche Staatsprüfung und Promotion.
Nach mehreren Verwaltungstätigkeiten im königlich-bayrischen Dienst wird Siebenpfeiffer Landeskommissär von Homburg.
Gründung der Zeitung „Rheinbayern”, in der Siebenpfeiffer soziale und politische Missstände anprangert. Dies hat seine Suspendierung als Landeskommissär zur Folge.
Siebenpfeiffer wird Herausgeber der regierungskritischen Zeitung „Bote aus dem Westen”.
Gemeinsam mit Johann Georg August Wirth initiiert er das Hambacher Fest, an dem er auch selbst als Redner in Erscheinung tritt.
Verurteilung zu einer zweijährigen Haftstrafe wegen Beamtenbeleidigung, nachdem er zuvor in einem Prozess gegen die Akteure des Hambacher Festes von einem Geschworenengericht freigesprochen wurde. Ihm gelingt es jedoch, aus der Haft zu entkommen und in die Schweiz zu fliehen.
Anstellung als Professor für Straf- und Staatsrecht an der Universität Bern.
Tod am 14. Mai im Alter von 55 Jahren.
von Susanne Lachenicht
„Es lebe das freie, das einige Deutschland! Hoch leben die Polen, der Deutschen Verbündete! Hoch leben die Franken, der Deutschen Brüder, die unsere Nationalität und unsere Selbständigkeit achten! Hoch lebe jedes Volk, das seine Ketten bricht und mit uns den Bund der Freiheit schwört! Vaterland – Volkshoheit – Völkerbund hoch!“ (Siebenpfeiffer 1832, 41).
Der Verfasser dieser Zeilen, Philipp Jakob Siebenpfeiffer, gehört zu den wichtigsten Protagonisten des deutschen Vormärz. Zusammen mit Johann Georg August Wirth (1798-1848) lud er 1832 zum Hambacher Fest ein und profilierte sich dort auch als einer der Hauptredner. Dieses Hambacher Fest wird neben dem Wartburgfest von 1817 gemeinhin als wichtige Etappe auf dem Weg in die Revolution von 1848 verstanden. In Hambach vereinen sich in eigentümlicher Weise liberale und ultraliberale, patriotische, nationalistische bis chauvinistische, kosmopolitische, antifranzösische und antisemitische Reden. Hier wird die “teutsche” Nation, ihre Einigung und Einheit beschworen und gleichzeitig die Verbrüderung aller Völker gefeiert. Polen und Franzosen nehmen neben Deutschen unterschiedlichster Couleur an diesem Fest teil (Lachenicht 2008).
Der 1789, im Jahr des Ausbruchs der Französischen Revolution, in Lahr geborene Philipp Jakob Siebenpfeiffer gehört zu den „heftigeren Liberalen“ beziehungsweise so genannten Ultraliberalen, wie August Neidhardt von Gneisenau, preußischer Generalfeldmarschall in den Befreiungskriegen, diese Gruppe in einem Brief an die Prinzessin Radziwill im Oktober 1819 beschreibt (Gneisenau, 1880, 379). Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion in Freiburg im Breisgau, steigt Siebenpfeiffer, der Sohn eines Schneiders, nicht zuletzt auch durch die Protektion des Liberalen Carl Wenzeslaus von Rotteck zum königlich-bayerischen Beamten auf. Nach Stationen unter anderem als Assessor in Frankenthal wird er 1818 „Landcommissär“ in Homburg. Siebenpfeiffer publiziert über Recht und Rechtspflege und veröffentlicht auch Poesie. In der Pfalz gibt Siebenpfeiffer ab 1830 die Zeitschrift Rheinbayern heraus, die zu einem der wichtigsten Blätter des Liberalismus werden sollte und die eine heftige Reaktion des Bayernkönigs hervorruft. Siebenpfeiffer wird vom Dienst suspendiert. Der Eskalationsprozess ist in vollem Gange. Ab dem 1. April 1831 veröffentlicht er dann auch noch die Zeitschrift Der Bote aus dem Westen. Er will „ein politischer Volksschriftsteller“ sein, der seine Zeitgenossen über die Geschehnisse der Gegenwart aufklären und ein Diskussionsforum bieten möchte (Siebenpfeiffer 1831a, 3). Seine Initiativen werden Vorbild für etliche weitere liberale Zeitschriften, unter anderem für Johann Georg August Wirths Deutsche Tribüne. Der Wettlauf mit der Zensur im eigentlich Pressefreiheit garantierenden Rheinbayern, das Verbot der liberalen Blätter führt zur Suche nach anderen Artikulationsorten des deutschen Liberalismus – für den Ruf nach Reformen, nach Verfassung und Freiheitsrechten, nach der Einigung und Einheit Deutschlands. Auf den Festbanketten, wo sich Liberale und Ultraliberale treffen, entsteht die Idee zum Hambacher Fest. Gemeinsam mit der Neustadter Filiale des am 29. Januar 1832 gegründeten „Vaterlandsvereins zur Unterstützung der freien Presse“, dem „Preßverein“, organisiert Siebenpfeiffer dieses Fest, das mindestens 30.000 Menschen in die Pfalz bringen sollte, um Freiheits- und Bürgerrechte und einen deutschen Nationalstaat einzufordern. Siebenpfeiffer komponiert dafür das der französischen Marseillaise nachempfundene Mai-Lied und verfasst eine kämpferische Rede zum Auftakt der Veranstaltung, die vom 27. bis 30. Mai dauert. Im Juni 1832 wird dann eine Untersuchung eingeleitet, die Organisatoren werden verhaftet. Ein Jahr später wird Siebenpfeiffer und anderen „Aufwieglern“ der Prozess gemacht werden. Doch die Geschworenen sprechen die Angeklagten, die in mehrstündigen Reden ihre Gesinnung verteidigen, frei. Trotzdem bleiben sie in Haft und werden erneut angeklagt und verurteilt. Siebenpfeiffer entkommt aus der Haft in Frankenthal und geht nach Bern, wo er an der dortigen Universität Rechtswissenschaft lehrt. 1842 wird bei ihm „geistige Zerrüttung“ festgestellt, und er wird in eine Irrenanstalt in Bümpliz bei Bern eingewiesen, wo er am 14. Mai 1845 verstirbt.
Was bleibt von Siebenpfeiffer? Es bleiben seine Zeitschriftenbeiträge, seine Reden am Hambacher Fest, seine Verteidigungsschriften, in denen er minutiös und äußerst rational seinen Beweggründen, seinen Motiven, seinen Forderungen nach Republik und Demokratie, nach Freiheitsrechten für alle, nach Frieden Ausdruck verliehen hat. Deutschland muss eine Republik werden – so Siebenpfeiffer. Eine Republik, die nicht mehr vom aggressiven Nachbarn Frankreich besetzt und „befreit“ wird, so wie dies 1792/93, 1796, 1797, 1799 und in der napoleonischen Zeit der Fall gewesen war, der „Franzosenzeit“. Sondern ein Deutschland, das sich selbst vom Joch der Tyrannei, das die Fürsten der Nation auferlegt haben, befreit und frei bleibt. Eine demokratische Republik. Bereits 1831 betont Siebenpfeiffer in seinem Boten aus dem Westen, dass republikanische Staaten auf die Brüderlichkeit und Friedfertigkeit aller Nationen angewiesen seien. Auf der Grundlage von Vernunft, gegenseitigen Garantien der territorialen Integrität und Solidarität sollte die deutsche nationale Einigung daher mit der Freiheit und Brüderlichkeit aller Nationen einhergehen. Keine Nation – so Siebenpfeiffer – könne frei sein, wenn andere Nationen noch unter dem Joch fürstlicher Tyrannei litten (Siebenpfeiffer 1831b, 1619 ff.). Der revolutionäre Wandel, wie er durch die Französische Revolution eingeleitet worden sei, müsse fortgesetzt werden, bis alle europäischen Nationen frei wären.
Siebenpfeiffer ist davon überzeugt, dass die europäischen Nationen, Deutschland im Besonderen, einen Grad an Zivilisation erreicht hätten, dass sie nun, in den 1830er Jahren, in der Lage seien, es dem großen Vorbild, nämlich den Vereinigten Staaten von Amerika, gleich zu tun, das heißt, eine Republik zu werden (Siebenpfeiffer 1834, 11-12, 31). Aus den Republiken dieser Welt, so Siebenpfeiffer weiter, würde dann ein kosmopolitisches republikanisches Staatensystem entstehen, das von Frieden und Harmonie geprägt wäre. Für den Fall, dass die Europäer nicht in der Lage sein sollten, diese demokratischen, republikanischen Gemeinwesen hervorzubringen, hofft Siebenpfeiffer auf die Intervention der Vereinigten Staaten von Amerika, die Demokratie und Republik nach Europa „exportieren“ sollten (Siebenpfeiffer 1834: 11). Auch wenn die Vereinigten Staaten als Modell hervorgehoben werden, so hat Frankreich, das expansionistische, imperiale Frankreich, das auch aus Siebenpfeiffers Perspektive als Besatzungsmacht, als imperial agierender Nachbar Leid über Deutschland gebracht habe, nicht als Vorbild ausgedient, da es die erste Nation gewesen sei, das das Joch der Tyrannei in Europa abgestreift und damit allen anderen Nationen gezeigt habe, dass Freiheit möglich sei. Siebenpfeiffer kritisiert zwar die revolutionäre Gewalt in Frankreich, das Scheitern föderalistischer Prinzipien und Politik, den aggressiven Expansionismus der ersten Republik und des Kaiserreichs. Doch die französische Republik lässt er trotzdem hochleben und hofft darauf, dass Frankreich und Deutschland wahre Schwesterrepubliken werden (Siebenpfeiffer 1834: 38-39).
Siebenpfeiffers Kosmopolitismus hat eine nationalistisch-exzeptionalistische Grundierung. Wie viele andere so genannte Ultraliberale findet Siebenpfeiffer, dass die deutsche Nation diejenige sei und sein sollte, die allen anderen europäischen Nationen eine republikanisch-demokratische Konstitution näherbringen sollte. Wie bereits eine Generation zuvor, nämlich die der deutschen Jakobiner, sieht Siebenpfeiffer diese Aufgabe Deutschlands in seiner exzeptionellen Geschichte begründet. Als ein multinationales Reich, als föderaler Staat, als Zentrum der Zivilisation, als einziges europäisches friedliebendes Imperium und durch seine “moralische Stärke” sei Deutschland besser als das nationalistische und expansionistische Frankreich, und auch besser als das nationalistische und expansionistische England, in der Lage, alle europäischen Nationen in Freiheit und Frieden zu vereinen und ihre nationale und territoriale Souveränität zu garantieren (Siebenpfeiffer 1834: 39, 42). Die europäischen Nationen würden dann drei Gruppen bilden, die sich gegenseitig Freiheit und Glück garantieren würden: Zu den Franzosen würden sich die Spanier, Portugiesen, Italiener, Belgier und französischsprachigen Schweizer gesellen, zu den Deutschen die Niederländer, Skandinavier und deutschsprachigen Schweizer und schließlich die Engländer, während sich die befreiten griechischen und ungarischen Nationen mit allen slawischen Nationen zusammenschließen würden (Siebenpfeiffer 1834: 43-44). Laut Siebenpfeiffer bedrohten allein der Nordosten, also Preußen und Russland, dieses „glückliche“ europäische Projekt: Ihre imperialistischen Bestrebungen könnten in weit schlimmeren Maß als eine erneute expansionistische Bewegung Frankreichs „Versklavung” und das Ende der Freiheit und Zivilisation in Europa bedeuten (Siebenpfeiffer 1834: 40-42) – eine interessante und geschichtsträchtige Prognose.
Bibliographie
Quellen
Das Leben des Feldmarschalls Grafen Neithart von Gneisenau, Bd. V, hrsg. von Georg H Pertz and Hans Delbrück, Berlin 1880.
Siebenpfeiffer, Philipp Jakob, Was ist eine Zeitung? Der Bote aus Westen 1, 12. März 1831(a).
Siebenpfeiffer, Philipp Jakob, Der Bote aus dem Westen 172, 9. Dezember 1831(b).
Siebenpfeiffer, Philipp Jakob, Eröffnungsrede zum Hambacher Fest, in: Johann Georg August Wirth (Hrsg.), Das Nationalfest der Deutschen zu Hambach, Neustadt 1832.
Siebenpfeiffer, Philipp Jakob, Zwei gerichtliche Vertheidigungsreden, Bern 1834.
Literatur
Engehausen, Frank, Das Hambacher Fest, in: Armin Schlechter (Hrsg.), Kämpfer für Freiheit und Demokratie. Johann Georg August Wirth, Neustadt an der Weinstraße 2010, S. 21-35.
Kreutz, Wilhelm, Hambach 1832. Deutsches Freiheitsfest und Vorbote des europäischen Völkerfrühlings, hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Mainz 2007.
Lachenicht, Susanne, Das Hambacher Fest (1832): ein nationales Ereignis in transnationaler Perspektive, in: Joachim Eibach, Horst Carl (Hrsg.), Europäische Wahrnehmungen: 1650 – 1850. Interkulturelle Kommunikation und Medienereignisse, Hannover 2008, S. 319-337.
Der Augenblick aber, worin dieses erste Heft erscheint, ist so bedenklich, die Gefahr so groß, so dringend, dass wir die für jenes Heft bestimmten Materialien vorerst beseitigen, und uns dem Drang überlassen, nur von dem zu reden, was dem Vaterlande Not tut. Wie es unsre ganze, erklärte Aufgabe ist, so werden sich diese ersten Bogen vorzüglich damit befassen, die Wunden des öffentlichen Lebens aufzudecken, sondern Rücksicht zu enthüllen, nicht um zu reizen, noch mehr aufzuregen, sondern um zugleich die Mittel zur Heilung anzudeuten. Manche werden uns verdächtigen; mit diesen haben wir nichts zu verkehren. Gebietet man uns auf gesetzlichem Wege Stillschweigen, so gehorchen wir, und lassen die Steine reden. Manche, viele werden sagen, der Augenblick sei nicht günstig, jede Berührung wunder Stellen müsse man jetzt vermeiden, die Regierungen werden schon zu helfen wissen u. s. w. Diesen, worunter Wohlmeinende sein können, antworten wir: Die Übel, welche wir nennen, sind männiglich bekannt; auch der Geringste weiß, wo es, was ihn drückt. Wir sagen also nichts Neues. Nur manche Regierungen scheinen sie nicht zu kennen, nicht kennen zu wollen. Die Presse lag in Fesseln, die Volksvertreter, welche etwas laut ihre Stimmen erhoben, hat man ausgestoßen, verfolgt, die Stimme der Landstandschaft durch Wahlumtriebe verfälscht, die Verhandlungen der Kammern an manchen Orten zum Gaukelspiel herabgewürdigt. So brannte das Feuer allgemeiner Unzufriedenheit unter dünner Hülle fort, bis der schreckliche Stoß der franz. Revolution Risse schlug, wodurch die Flamme überall zugleich hervorlodert, wo nur die leiseste Luft sie bewegt. Gab Solon ein Gesetz, dass in gefahrvoller Zeit jeder Bürger sich für eine Partei ausspreche, so fordern unsere Verhältnisse, es fordert der Augenblick, worin wir uns befinden, ein anderes Gesetz, das nämlich: Dass jeder Bürger auf die Gefahr hinweise und, so laut er es vermag, um Hilfe rufe. Und fehlt das Gesetz, so sei es die Liebe zum Vaterlande, zur Freiheit, zur Ordnung, es sei der große vaterländische Schmerz, der Jeden ergreifen muss beim Anblick dessen was vorgeht.
Ihr meint, Ihr wisset was eine Zeitung sei; aber, mit Erlaubnis, Ihr wisset es nicht; denn was Ihr bisher dafür gehalten, ist weniger besser als Löschpapier, wie Ihr es eine Viertelstunde nachher auch selbst nur anseht. Eine Zeitung, das heißt, eine Zeitung, wie sie sein soll, ist die Zunge der Zeit. […] Die Zeit, oder das Wort der Zeit, sind nicht die Buchstaben und das Papier, diese sind tot, wenn sie der lebendige Odem der Zeit sie nicht befreit, jener flüchtige, unantastbare Äther, jener Lebensgeist, der in den Begebenheiten und Ereignissen verborgen sitzt, sie erregt, und erzeugt, den Absichten der Vorsehung gemäß hervortreten und wirken lässt. Keine Zeitung kann freilich dieses Odem in eine Flasche fangen und ihren Lesern einhauchen; aber das vermag sie, dass sie den Leser auf den rechten Standpunkt stellt, um das unendliche Getriebe der Zeit zu überblicken, dass sie des Lesers geistiges Auge schärft, um den über dem Getriebe schwebenden Zeitgeist zu erschauen; sie soll des Lesers Ohr üben um des Geistes Stimme zu vernehmen, sie soll des Lesers Gemüt bereiten damit die Lichtfunken der Wahrheit in ihm zünden.
Völker bereiten Feste des Dankes und der Freude beim Eintritte heilvoller großer Ereignisse. Darauf musste das deutsche Volk seit Jahrhunderten verzichten. Zu solcher Feier ist auch jetzt kein Anlass vorhanden, für den Deutschen liegen die großen Ereignisse noch im Keim; will er ein Fest begehen, so ist es ein Fest der Hoffnung; nicht gilt es dem Errungenen, sondern dem zum Erringenden, nicht dem ruhmvollen Sieg, sondern dem mannhaften Kampf, dem Kampfe für Abschüttelung innerer und äußerer Gewalt, für Erstrebung gesetzlicher Freiheit und deutscher Nationalwürde. Alle deutschen Stämme sehen wir an diesem heiligen Kampf Teil nehmen; alle seien darum geladen zu dem großen Bürgerverein der am Sonntag dem 27. Mai, auf dem Schlosse zu Hambach bei Neustadt am Haardtgebierge statt finden wird.
Hinauf, Patrioten, zum Schloss, zum Schloss!
Hoch flattern die deutschen Farben:
Es keimet die Saat und die Hoffnung ist groß,
Schon binden im Geiste wir Garben:
Es reifet die Ähre mit goldenem Rand,
Und die goldne Ernt’ ist das – Vaterland.
Wir sahen die Polen, sie zogen aus,
Als des Schicksals Würfel gefallen;
Sie ließen die Heimat, das Vaterhaus,
In der Barbaren Räuberkrallen:
Vor des Zaren finsterem Angesicht
Beugt der Freiheit liebende Pole sich nicht.
Auch wir, Patrioten, wir ziehen aus
In festgeschlossenen Reihen;
Wir wollen uns gründen ein Vaterhaus,
Und wollen der Freiheit es weihen:
Denn vor der Tyrannen Angesicht
Beugt länger der freie Deutsche sich nicht.
Die Männer strömen aus jeglichem Gau, -
Nur Brüder umfassen die Gauen -
Zu legen die Hand an den Wunderbau:
Ein Deutschland gilt es zu bauen;
Wo deutsche Männer, da sind wir dabei,
Wir erheben ein Deutschland, stolz und frei.
Was tändelt der Badner mit Gelb und Rot,
Mit Weiß, Blau, Rot Bayer und Hesse?
Die vielen Farben sind Deutschlands Not,
Vereinigt’ Kraft nur zeugt Größe:
D’rum weg mit der Farben buntem Tand!
Nur eine Farb’ und ein Vaterland!
Wenn Einer im Kampf für Alle steht,
Und Alle für Einen, dann blühet
Des Volkes Kraft und Majestät,
Und jegliches Herz erglühet
Für ein einiges Ziel, eine einzige Glut:
Es brennet die Freiheit, des Vaterlands Glut.
D’rum auf, Patrioten, der Welt sei kund,
Dass eng, wie wir stehen gegliedert,
Und dauernd wie Fels der ewige Bund,
Wozu wir uns heute verbrüdert.
Frisch auf, Patrioten, den Berg hinauf!
Wir pflanzen die Freiheit, das Vaterland auf!
Auch der Völker Leben hat seine Maitage, die wiederzukehren pflegen in jedem politischen Umschwung, der mit frischer Jugendlichkeit alle Nerven und Adern uns durchzuckt: Wohl den Völker, wenn die belebende Sonne der Vaterlandsliebe die edleren Blüten befruchtet, wenn nicht der Winterfrost der Selbstsucht sie tötet, nicht der Sturm despotischer Gewalt sie vernichtet! Auch die Völker haben ihre Maitage, wo die blütenumkränzte Hoffnung erwacht, wo die patriotische Phantasie mit rosenfarbenen Gesichten spielt. Auch die Völker haben ihren Erntemonat, und der Baum ihres Lebens umhängt sich mit köstlichen Früchten, dem Segen des Wohlstandes und dem Ruhme der Geschichte, wenn er wurzelt in der Liebe zum Vaterland, wenn er von treuen Bürgerhänden gepflegt und gehegt wird.
Weiterlesen
Für unser Deutschland war ein solcher Mai aufgegangen, mit brausender Jugendkraft stürzte das deutsche Volk in den Kampf, zu erringen die Freiheit, zu erringen ein Vaterland; aber die edelste Blüte des Siegs ward zernagt vom Wurm fürstlich-aristokratischer Selbstsucht, die heilige Saat, von edlem Bürgerblute gedüngt, ward zertreten vom eisernen Fuß der Despoten. Nun ist er wiedergekehrt der herrliche Völker-Mai, er steht vor Aller Augen, das Haupt umkränzt mit den Kränzen der Hoffnung: Frisch will der Völkerbaum grünen und blühen, und mit reicher Frucht sich beladen […]. Und es wird kommen der Tag, der Tag des edelsten Siegstolzes, wo der Deutsche vom Alpengebirg und der Nordsee, vom Rhein, der Donau und Elbe den Bruder im Bruder umarmt, wo die Zollstöcke und die Schlagbäume, wo alle Hoheitszeichen der Trennung und Hemmung und Bedrückung verschwinden […], wo freie Straßen und freie Ströme den freien Umschwung aller Nationalkräfte und Säfte bezeugen; wo die Fürsten die bunten Hermeline feudalistischer Gottstatthalterschaft mit der männlichen Toga deutscher Nationalwürde vertauschen, und der Beamte, der Krieger, statt mit der Bedientenjacke des Herrn und Meisters, mit der Volksbinde sich schmückt […]; wo jeder Stamm, im Innern frei und selbstständig, zu bürgerlicher Freiheit sich entwickelt, und ein starkes, selbstgewobenes Bruderband alle umschließt zu politischer Einheit und Kraft; wo die deutsche Flagge, statt Tribut an Barbaren zu bringen, die Erzeugnisse unseres Gewerbefleißes in fremde Weihheile geleitet, und nicht mehr unschuldige Patrioten für das Henkerbeil auffängt, sondern allen freien Völkern den Bruderkuss bringt […]. Ja, er wird kommen der Tag, wo ein gemeinsames deutsches Vaterland sich erhebt, das alle Söhne als Bürger begrüßt, und alle Bürger mit gleicher Liebe, mit gleichem Schutz umfasst; wo die erhabene Germania dasteht, auf dem erzenen Piedestal der Freiheit und des Rechts, in der einen Hand die Fackel der Aufklärung, welche zivilisierend hinausleuchtet in die fernsten Winkel der Erde, in der andern die Wage des Schiedsrichteramts, streitenden Völkern das selbsterbetene Gesetz des Friedens spendend, jenen Völkern, von welchen wir bis jetzt das Gesetz der Gewalt und den Fußtritt höhnender Verachtung empfangen.
Ist die Nation, ist das Volk der Meinung, dass wir Hochverrat gegen die Staatsgesellschaft begangen, indem wir trachteten, das Volk über seine tiefe Erniedrigung aufzuklären und es zu einer Erhebung im Geist, zu einer neuen Gestaltung der Gesellschaft aufzuregen; so erklären Sie uns als Hochverräter, unbekümmert, ob diese Aufregung direkt oder indirekt geschehen sei […]. Spricht sich aber die Mehrheit des Volkes, der Staatsgesellschaft, über die Bestrebungen der Angeklagten beifällig aus; findet sie in uns nicht jene Männer des Mords und der Plünderung, wie man die Hambacher schildert; erkennt sie vielmehr, dass nicht bloß unsere Absichten rein, sondern dass die Wahrheit der Inhalt, und das Gesellschaftswohl der erste und letzte Zweck unserer Bemühungen ist: Dann werden, dann müssen Sie das Nichtschuldig aussprechen […].
Eben weil das Gefühl der Freiheit so tief in der Seele ruht, eben weil es von Geschlecht zu Geschlecht sich forterbt, und der Unterdrückung es zu vertilgen in Jahrhunderten nicht gelingt; eben weil es bei jedem mildern Frühlingslüftchen neu sich regt, und bis zur brennenden Glut so leicht sich anfacht, kein Opfer scheut, willig in Tod geht, und selbst in Ketten schmachtend die süßeste Befriedigung in der Lösung der Knechtsbande der Mitbrüder findet - gerade dies beweist den göttlichen Ursprung des Freiheitsgefühls, beweist den Beruf unsers Geschlechts zur Freiheit, zum ewigen Fortschritt in Gesittung und Bildung.
Über die Frage unsrer Zeit in Beziehung auf Gerechtigkeitspflege, Heidelberg 1823.
Baden-Baden oder Rudolph und Helmina. Episches Gedicht in zwölf Gesängen. Zweibrücken 1824.
Der Deutsche Mai. Gesungen von etwa 300 jungen Bürgern aus Neustadt am deutschen Volksfeste vom 27. Mai auf der Schlossruine zu Hambach, Neustadt 1832.
Zwei gerichtliche Vertheidigungsreden, Bern 1834.
Rede auf dem Hambacher Fest (1832), in: Bibliothek der Geschichte und Politik: Politische Reden I 1792-1867, hrsg. von Peter Wende und Inge Schlotzhauer, Frankfurt 1990, S. 180-191.
Baus, Martin: Philipp Jakob Siebenpfeiffer, in: Vormärz-Handbuch, hrsg. von Norbert Otto Eke, Bielefeld 2020, S. 925–930.
Becker, Bernhard: Siebenpfeiffer, Philipp Jakob, in: Neue Deutsche Biographien. Bd. 24, hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayrischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2010, S. 321-322.
Sylvia Zylka (Hrsg.): Philipp Jakob Siebenpfeiffer. Ein Leben für die Freiheit 1789–1845, Homburg 1992.
Walde, Elmar (Hrsg.): Philipp Jakob Siebenpfeiffer und seine Zeit im Blickfeld der Rechtsgeschichte (Schriften der Siebenpfeiffer-Stiftung, Bd. 1), Sigmaringen 1991.
PHILIPP JAKOB SIEBENPFEIFFER

Abb.: Österreichische Nationalbibliothek
Der 1789 in Lahr geborene Philipp Jakob Siebenpfeiffer zählt zu den wichtigsten politischen Akteuren des Vormärz. Inspiriert durch die Julirevolution in Frankreich gründete der promovierte Jurist im Jahr 1830 die Zeitung „Rheinbayern”, in der er politische Missstände anprangerte und Reformvorschläge vorstellte. Von der Suspendierung als Landescomissär, die seine Kritik zur Folge hatte, ließ er sich nicht einschüchtern, sondern übernahm 1831 auch die Herausgeberschaft der regierungskritischen Zeitung „Bote aus dem Westen”. Im Frühjahr 1832 initiierte er gemeinsam mit seinem politischen Mitstreiter Johann Georg August Wirth das Hambacher Fest, auf dem im großen Rahmen nationale, liberale und demokratische Forderungen aufgestellt wurden. In einem Prozess gegen die Akteure dieses Festes, in dem Siebenpfeiffer seine Ansichten vehement verteidigte, wurde er zunächst von einem Geschworenengericht freigesprochen. In einem weiteren Prozess verurteilte ihn jedoch das Zuchtpolizeigericht zu einer zweijährigen Haftstrafe, der er sich aber durch eine Flucht in die Schweiz entziehen konnte. Dort übernahm er schließlich an der Universität Bern eine außerordentliche Professur für Straf- und Staatsrecht.
Philipp Jakob Siebenpfeiffer wird am 12. November als Sohn eines Schneiders in Lahr geboren.
Nach dem Besuch der Lateinschule wird er im Verwaltungsdienst des Oberamtes Lahr angestellt.
Beginn eines Studiums der Rechtswissenschaft an der Universität Freiburg.
Erfolgreiche Staatsprüfung und Promotion.
Nach mehreren Verwaltungstätigkeiten im königlich-bayrischen Dienst wird Siebenpfeiffer Landeskommissär von Homburg.
Gründung der Zeitung „Rheinbayern”, in der Siebenpfeiffer soziale und politische Missstände anprangert. Dies hat seine Suspendierung als Landeskommissär zur Folge.
Siebenpfeiffer wird Herausgeber der regierungskritischen Zeitung „Bote aus dem Westen”.
Gemeinsam mit Johann Georg August Wirth initiiert er das Hambacher Fest, an dem er auch selbst als Redner in Erscheinung tritt.
Verurteilung zu einer zweijährigen Haftstrafe wegen Beamtenbeleidigung, nachdem er zuvor in einem Prozess gegen die Akteure des Hambacher Festes von einem Geschworenengericht freigesprochen wurde. Ihm gelingt es jedoch, aus der Haft zu entkommen und in die Schweiz zu fliehen.
Anstellung als Professor für Straf- und Staatsrecht an der Universität Bern.
Tod am 14. Mai im Alter von 55 Jahren.
von Susanne Lachenicht
„Es lebe das freie, das einige Deutschland! Hoch leben die Polen, der Deutschen Verbündete! Hoch leben die Franken, der Deutschen Brüder, die unsere Nationalität und unsere Selbständigkeit achten! Hoch lebe jedes Volk, das seine Ketten bricht und mit uns den Bund der Freiheit schwört! Vaterland – Volkshoheit – Völkerbund hoch!“ (Siebenpfeiffer 1832, 41).
Der Verfasser dieser Zeilen, Philipp Jakob Siebenpfeiffer, gehört zu den wichtigsten Protagonisten des deutschen Vormärz. Zusammen mit Johann Georg August Wirth (1798-1848) lud er 1832 zum Hambacher Fest ein und profilierte sich dort auch als einer der Hauptredner. Dieses Hambacher Fest wird neben dem Wartburgfest von 1817 gemeinhin als wichtige Etappe auf dem Weg in die Revolution von 1848 verstanden. In Hambach vereinen sich in eigentümlicher Weise liberale und ultraliberale, patriotische, nationalistische bis chauvinistische, kosmopolitische, antifranzösische und antisemitische Reden. Hier wird die “teutsche” Nation, ihre Einigung und Einheit beschworen und gleichzeitig die Verbrüderung aller Völker gefeiert. Polen und Franzosen nehmen neben Deutschen unterschiedlichster Couleur an diesem Fest teil (Lachenicht 2008).
Der 1789, im Jahr des Ausbruchs der Französischen Revolution, in Lahr geborene Philipp Jakob Siebenpfeiffer gehört zu den „heftigeren Liberalen“ beziehungsweise so genannten Ultraliberalen, wie August Neidhardt von Gneisenau, preußischer Generalfeldmarschall in den Befreiungskriegen, diese Gruppe in einem Brief an die Prinzessin Radziwill im Oktober 1819 beschreibt (Gneisenau, 1880, 379). Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion in Freiburg im Breisgau, steigt Siebenpfeiffer, der Sohn eines Schneiders, nicht zuletzt auch durch die Protektion des Liberalen Carl Wenzeslaus von Rotteck zum königlich-bayerischen Beamten auf. Nach Stationen unter anderem als Assessor in Frankenthal wird er 1818 „Landcommissär“ in Homburg. Siebenpfeiffer publiziert über Recht und Rechtspflege und veröffentlicht auch Poesie. In der Pfalz gibt Siebenpfeiffer ab 1830 die Zeitschrift Rheinbayern heraus, die zu einem der wichtigsten Blätter des Liberalismus werden sollte und die eine heftige Reaktion des Bayernkönigs hervorruft. Siebenpfeiffer wird vom Dienst suspendiert. Der Eskalationsprozess ist in vollem Gange. Ab dem 1. April 1831 veröffentlicht er dann auch noch die Zeitschrift Der Bote aus dem Westen. Er will „ein politischer Volksschriftsteller“ sein, der seine Zeitgenossen über die Geschehnisse der Gegenwart aufklären und ein Diskussionsforum bieten möchte (Siebenpfeiffer 1831a, 3). Seine Initiativen werden Vorbild für etliche weitere liberale Zeitschriften, unter anderem für Johann Georg August Wirths Deutsche Tribüne. Der Wettlauf mit der Zensur im eigentlich Pressefreiheit garantierenden Rheinbayern, das Verbot der liberalen Blätter führt zur Suche nach anderen Artikulationsorten des deutschen Liberalismus – für den Ruf nach Reformen, nach Verfassung und Freiheitsrechten, nach der Einigung und Einheit Deutschlands. Auf den Festbanketten, wo sich Liberale und Ultraliberale treffen, entsteht die Idee zum Hambacher Fest. Gemeinsam mit der Neustadter Filiale des am 29. Januar 1832 gegründeten „Vaterlandsvereins zur Unterstützung der freien Presse“, dem „Preßverein“, organisiert Siebenpfeiffer dieses Fest, das mindestens 30.000 Menschen in die Pfalz bringen sollte, um Freiheits- und Bürgerrechte und einen deutschen Nationalstaat einzufordern. Siebenpfeiffer komponiert dafür das der französischen Marseillaise nachempfundene Mai-Lied und verfasst eine kämpferische Rede zum Auftakt der Veranstaltung, die vom 27. bis 30. Mai dauert. Im Juni 1832 wird dann eine Untersuchung eingeleitet, die Organisatoren werden verhaftet. Ein Jahr später wird Siebenpfeiffer und anderen „Aufwieglern“ der Prozess gemacht werden. Doch die Geschworenen sprechen die Angeklagten, die in mehrstündigen Reden ihre Gesinnung verteidigen, frei. Trotzdem bleiben sie in Haft und werden erneut angeklagt und verurteilt. Siebenpfeiffer entkommt aus der Haft in Frankenthal und geht nach Bern, wo er an der dortigen Universität Rechtswissenschaft lehrt. 1842 wird bei ihm „geistige Zerrüttung“ festgestellt, und er wird in eine Irrenanstalt in Bümpliz bei Bern eingewiesen, wo er am 14. Mai 1845 verstirbt.
Was bleibt von Siebenpfeiffer? Es bleiben seine Zeitschriftenbeiträge, seine Reden am Hambacher Fest, seine Verteidigungsschriften, in denen er minutiös und äußerst rational seinen Beweggründen, seinen Motiven, seinen Forderungen nach Republik und Demokratie, nach Freiheitsrechten für alle, nach Frieden Ausdruck verliehen hat. Deutschland muss eine Republik werden – so Siebenpfeiffer. Eine Republik, die nicht mehr vom aggressiven Nachbarn Frankreich besetzt und „befreit“ wird, so wie dies 1792/93, 1796, 1797, 1799 und in der napoleonischen Zeit der Fall gewesen war, der „Franzosenzeit“. Sondern ein Deutschland, das sich selbst vom Joch der Tyrannei, das die Fürsten der Nation auferlegt haben, befreit und frei bleibt. Eine demokratische Republik. Bereits 1831 betont Siebenpfeiffer in seinem Boten aus dem Westen, dass republikanische Staaten auf die Brüderlichkeit und Friedfertigkeit aller Nationen angewiesen seien. Auf der Grundlage von Vernunft, gegenseitigen Garantien der territorialen Integrität und Solidarität sollte die deutsche nationale Einigung daher mit der Freiheit und Brüderlichkeit aller Nationen einhergehen. Keine Nation – so Siebenpfeiffer – könne frei sein, wenn andere Nationen noch unter dem Joch fürstlicher Tyrannei litten (Siebenpfeiffer 1831b, 1619 ff.). Der revolutionäre Wandel, wie er durch die Französische Revolution eingeleitet worden sei, müsse fortgesetzt werden, bis alle europäischen Nationen frei wären.
Siebenpfeiffer ist davon überzeugt, dass die europäischen Nationen, Deutschland im Besonderen, einen Grad an Zivilisation erreicht hätten, dass sie nun, in den 1830er Jahren, in der Lage seien, es dem großen Vorbild, nämlich den Vereinigten Staaten von Amerika, gleich zu tun, das heißt, eine Republik zu werden (Siebenpfeiffer 1834, 11-12, 31). Aus den Republiken dieser Welt, so Siebenpfeiffer weiter, würde dann ein kosmopolitisches republikanisches Staatensystem entstehen, das von Frieden und Harmonie geprägt wäre. Für den Fall, dass die Europäer nicht in der Lage sein sollten, diese demokratischen, republikanischen Gemeinwesen hervorzubringen, hofft Siebenpfeiffer auf die Intervention der Vereinigten Staaten von Amerika, die Demokratie und Republik nach Europa „exportieren“ sollten (Siebenpfeiffer 1834: 11). Auch wenn die Vereinigten Staaten als Modell hervorgehoben werden, so hat Frankreich, das expansionistische, imperiale Frankreich, das auch aus Siebenpfeiffers Perspektive als Besatzungsmacht, als imperial agierender Nachbar Leid über Deutschland gebracht habe, nicht als Vorbild ausgedient, da es die erste Nation gewesen sei, das das Joch der Tyrannei in Europa abgestreift und damit allen anderen Nationen gezeigt habe, dass Freiheit möglich sei. Siebenpfeiffer kritisiert zwar die revolutionäre Gewalt in Frankreich, das Scheitern föderalistischer Prinzipien und Politik, den aggressiven Expansionismus der ersten Republik und des Kaiserreichs. Doch die französische Republik lässt er trotzdem hochleben und hofft darauf, dass Frankreich und Deutschland wahre Schwesterrepubliken werden (Siebenpfeiffer 1834: 38-39).
Siebenpfeiffers Kosmopolitismus hat eine nationalistisch-exzeptionalistische Grundierung. Wie viele andere so genannte Ultraliberale findet Siebenpfeiffer, dass die deutsche Nation diejenige sei und sein sollte, die allen anderen europäischen Nationen eine republikanisch-demokratische Konstitution näherbringen sollte. Wie bereits eine Generation zuvor, nämlich die der deutschen Jakobiner, sieht Siebenpfeiffer diese Aufgabe Deutschlands in seiner exzeptionellen Geschichte begründet. Als ein multinationales Reich, als föderaler Staat, als Zentrum der Zivilisation, als einziges europäisches friedliebendes Imperium und durch seine “moralische Stärke” sei Deutschland besser als das nationalistische und expansionistische Frankreich, und auch besser als das nationalistische und expansionistische England, in der Lage, alle europäischen Nationen in Freiheit und Frieden zu vereinen und ihre nationale und territoriale Souveränität zu garantieren (Siebenpfeiffer 1834: 39, 42). Die europäischen Nationen würden dann drei Gruppen bilden, die sich gegenseitig Freiheit und Glück garantieren würden: Zu den Franzosen würden sich die Spanier, Portugiesen, Italiener, Belgier und französischsprachigen Schweizer gesellen, zu den Deutschen die Niederländer, Skandinavier und deutschsprachigen Schweizer und schließlich die Engländer, während sich die befreiten griechischen und ungarischen Nationen mit allen slawischen Nationen zusammenschließen würden (Siebenpfeiffer 1834: 43-44). Laut Siebenpfeiffer bedrohten allein der Nordosten, also Preußen und Russland, dieses „glückliche“ europäische Projekt: Ihre imperialistischen Bestrebungen könnten in weit schlimmeren Maß als eine erneute expansionistische Bewegung Frankreichs „Versklavung” und das Ende der Freiheit und Zivilisation in Europa bedeuten (Siebenpfeiffer 1834: 40-42) – eine interessante und geschichtsträchtige Prognose.
Bibliographie
Quellen
Das Leben des Feldmarschalls Grafen Neithart von Gneisenau, Bd. V, hrsg. von Georg H Pertz and Hans Delbrück, Berlin 1880.
Siebenpfeiffer, Philipp Jakob, Was ist eine Zeitung? Der Bote aus Westen 1, 12. März 1831(a).
Siebenpfeiffer, Philipp Jakob, Der Bote aus dem Westen 172, 9. Dezember 1831(b).
Siebenpfeiffer, Philipp Jakob, Eröffnungsrede zum Hambacher Fest, in: Johann Georg August Wirth (Hrsg.), Das Nationalfest der Deutschen zu Hambach, Neustadt 1832.
Siebenpfeiffer, Philipp Jakob, Zwei gerichtliche Vertheidigungsreden, Bern 1834.
Literatur
Engehausen, Frank, Das Hambacher Fest, in: Armin Schlechter (Hrsg.), Kämpfer für Freiheit und Demokratie. Johann Georg August Wirth, Neustadt an der Weinstraße 2010, S. 21-35.
Kreutz, Wilhelm, Hambach 1832. Deutsches Freiheitsfest und Vorbote des europäischen Völkerfrühlings, hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Mainz 2007.
Lachenicht, Susanne, Das Hambacher Fest (1832): ein nationales Ereignis in transnationaler Perspektive, in: Joachim Eibach, Horst Carl (Hrsg.), Europäische Wahrnehmungen: 1650 – 1850. Interkulturelle Kommunikation und Medienereignisse, Hannover 2008, S. 319-337.
Der Augenblick aber, worin dieses erste Heft erscheint, ist so bedenklich, die Gefahr so groß, so dringend, dass wir die für jenes Heft bestimmten Materialien vorerst beseitigen, und uns dem Drang überlassen, nur von dem zu reden, was dem Vaterlande Not tut. Wie es unsre ganze, erklärte Aufgabe ist, so werden sich diese ersten Bogen vorzüglich damit befassen, die Wunden des öffentlichen Lebens aufzudecken, sondern Rücksicht zu enthüllen, nicht um zu reizen, noch mehr aufzuregen, sondern um zugleich die Mittel zur Heilung anzudeuten. Manche werden uns verdächtigen; mit diesen haben wir nichts zu verkehren. Gebietet man uns auf gesetzlichem Wege Stillschweigen, so gehorchen wir, und lassen die Steine reden. Manche, viele werden sagen, der Augenblick sei nicht günstig, jede Berührung wunder Stellen müsse man jetzt vermeiden, die Regierungen werden schon zu helfen wissen u. s. w. Diesen, worunter Wohlmeinende sein können, antworten wir: Die Übel, welche wir nennen, sind männiglich bekannt; auch der Geringste weiß, wo es, was ihn drückt. Wir sagen also nichts Neues. Nur manche Regierungen scheinen sie nicht zu kennen, nicht kennen zu wollen. Die Presse lag in Fesseln, die Volksvertreter, welche etwas laut ihre Stimmen erhoben, hat man ausgestoßen, verfolgt, die Stimme der Landstandschaft durch Wahlumtriebe verfälscht, die Verhandlungen der Kammern an manchen Orten zum Gaukelspiel herabgewürdigt. So brannte das Feuer allgemeiner Unzufriedenheit unter dünner Hülle fort, bis der schreckliche Stoß der franz. Revolution Risse schlug, wodurch die Flamme überall zugleich hervorlodert, wo nur die leiseste Luft sie bewegt. Gab Solon ein Gesetz, dass in gefahrvoller Zeit jeder Bürger sich für eine Partei ausspreche, so fordern unsere Verhältnisse, es fordert der Augenblick, worin wir uns befinden, ein anderes Gesetz, das nämlich: Dass jeder Bürger auf die Gefahr hinweise und, so laut er es vermag, um Hilfe rufe. Und fehlt das Gesetz, so sei es die Liebe zum Vaterlande, zur Freiheit, zur Ordnung, es sei der große vaterländische Schmerz, der Jeden ergreifen muss beim Anblick dessen was vorgeht.
Ihr meint, Ihr wisset was eine Zeitung sei; aber, mit Erlaubnis, Ihr wisset es nicht; denn was Ihr bisher dafür gehalten, ist weniger besser als Löschpapier, wie Ihr es eine Viertelstunde nachher auch selbst nur anseht. Eine Zeitung, das heißt, eine Zeitung, wie sie sein soll, ist die Zunge der Zeit. […] Die Zeit, oder das Wort der Zeit, sind nicht die Buchstaben und das Papier, diese sind tot, wenn sie der lebendige Odem der Zeit sie nicht befreit, jener flüchtige, unantastbare Äther, jener Lebensgeist, der in den Begebenheiten und Ereignissen verborgen sitzt, sie erregt, und erzeugt, den Absichten der Vorsehung gemäß hervortreten und wirken lässt. Keine Zeitung kann freilich dieses Odem in eine Flasche fangen und ihren Lesern einhauchen; aber das vermag sie, dass sie den Leser auf den rechten Standpunkt stellt, um das unendliche Getriebe der Zeit zu überblicken, dass sie des Lesers geistiges Auge schärft, um den über dem Getriebe schwebenden Zeitgeist zu erschauen; sie soll des Lesers Ohr üben um des Geistes Stimme zu vernehmen, sie soll des Lesers Gemüt bereiten damit die Lichtfunken der Wahrheit in ihm zünden.
Völker bereiten Feste des Dankes und der Freude beim Eintritte heilvoller großer Ereignisse. Darauf musste das deutsche Volk seit Jahrhunderten verzichten. Zu solcher Feier ist auch jetzt kein Anlass vorhanden, für den Deutschen liegen die großen Ereignisse noch im Keim; will er ein Fest begehen, so ist es ein Fest der Hoffnung; nicht gilt es dem Errungenen, sondern dem zum Erringenden, nicht dem ruhmvollen Sieg, sondern dem mannhaften Kampf, dem Kampfe für Abschüttelung innerer und äußerer Gewalt, für Erstrebung gesetzlicher Freiheit und deutscher Nationalwürde. Alle deutschen Stämme sehen wir an diesem heiligen Kampf Teil nehmen; alle seien darum geladen zu dem großen Bürgerverein der am Sonntag dem 27. Mai, auf dem Schlosse zu Hambach bei Neustadt am Haardtgebierge statt finden wird.
Hinauf, Patrioten, zum Schloss, zum Schloss!
Hoch flattern die deutschen Farben:
Es keimet die Saat und die Hoffnung ist groß,
Schon binden im Geiste wir Garben:
Es reifet die Ähre mit goldenem Rand,
Und die goldne Ernt’ ist das – Vaterland.
Wir sahen die Polen, sie zogen aus,
Als des Schicksals Würfel gefallen;
Sie ließen die Heimat, das Vaterhaus,
In der Barbaren Räuberkrallen:
Vor des Zaren finsterem Angesicht
Beugt der Freiheit liebende Pole sich nicht.
Auch wir, Patrioten, wir ziehen aus
In festgeschlossenen Reihen;
Wir wollen uns gründen ein Vaterhaus,
Und wollen der Freiheit es weihen:
Denn vor der Tyrannen Angesicht
Beugt länger der freie Deutsche sich nicht.
Die Männer strömen aus jeglichem Gau, -
Nur Brüder umfassen die Gauen -
Zu legen die Hand an den Wunderbau:
Ein Deutschland gilt es zu bauen;
Wo deutsche Männer, da sind wir dabei,
Wir erheben ein Deutschland, stolz und frei.
Was tändelt der Badner mit Gelb und Rot,
Mit Weiß, Blau, Rot Bayer und Hesse?
Die vielen Farben sind Deutschlands Not,
Vereinigt’ Kraft nur zeugt Größe:
D’rum weg mit der Farben buntem Tand!
Nur eine Farb’ und ein Vaterland!
Wenn Einer im Kampf für Alle steht,
Und Alle für Einen, dann blühet
Des Volkes Kraft und Majestät,
Und jegliches Herz erglühet
Für ein einiges Ziel, eine einzige Glut:
Es brennet die Freiheit, des Vaterlands Glut.
D’rum auf, Patrioten, der Welt sei kund,
Dass eng, wie wir stehen gegliedert,
Und dauernd wie Fels der ewige Bund,
Wozu wir uns heute verbrüdert.
Frisch auf, Patrioten, den Berg hinauf!
Wir pflanzen die Freiheit, das Vaterland auf!
Auch der Völker Leben hat seine Maitage, die wiederzukehren pflegen in jedem politischen Umschwung, der mit frischer Jugendlichkeit alle Nerven und Adern uns durchzuckt: Wohl den Völker, wenn die belebende Sonne der Vaterlandsliebe die edleren Blüten befruchtet, wenn nicht der Winterfrost der Selbstsucht sie tötet, nicht der Sturm despotischer Gewalt sie vernichtet! Auch die Völker haben ihre Maitage, wo die blütenumkränzte Hoffnung erwacht, wo die patriotische Phantasie mit rosenfarbenen Gesichten spielt. Auch die Völker haben ihren Erntemonat, und der Baum ihres Lebens umhängt sich mit köstlichen Früchten, dem Segen des Wohlstandes und dem Ruhme der Geschichte, wenn er wurzelt in der Liebe zum Vaterland, wenn er von treuen Bürgerhänden gepflegt und gehegt wird.
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Für unser Deutschland war ein solcher Mai aufgegangen, mit brausender Jugendkraft stürzte das deutsche Volk in den Kampf, zu erringen die Freiheit, zu erringen ein Vaterland; aber die edelste Blüte des Siegs ward zernagt vom Wurm fürstlich-aristokratischer Selbstsucht, die heilige Saat, von edlem Bürgerblute gedüngt, ward zertreten vom eisernen Fuß der Despoten. Nun ist er wiedergekehrt der herrliche Völker-Mai, er steht vor Aller Augen, das Haupt umkränzt mit den Kränzen der Hoffnung: Frisch will der Völkerbaum grünen und blühen, und mit reicher Frucht sich beladen […]. Und es wird kommen der Tag, der Tag des edelsten Siegstolzes, wo der Deutsche vom Alpengebirg und der Nordsee, vom Rhein, der Donau und Elbe den Bruder im Bruder umarmt, wo die Zollstöcke und die Schlagbäume, wo alle Hoheitszeichen der Trennung und Hemmung und Bedrückung verschwinden […], wo freie Straßen und freie Ströme den freien Umschwung aller Nationalkräfte und Säfte bezeugen; wo die Fürsten die bunten Hermeline feudalistischer Gottstatthalterschaft mit der männlichen Toga deutscher Nationalwürde vertauschen, und der Beamte, der Krieger, statt mit der Bedientenjacke des Herrn und Meisters, mit der Volksbinde sich schmückt […]; wo jeder Stamm, im Innern frei und selbstständig, zu bürgerlicher Freiheit sich entwickelt, und ein starkes, selbstgewobenes Bruderband alle umschließt zu politischer Einheit und Kraft; wo die deutsche Flagge, statt Tribut an Barbaren zu bringen, die Erzeugnisse unseres Gewerbefleißes in fremde Weihheile geleitet, und nicht mehr unschuldige Patrioten für das Henkerbeil auffängt, sondern allen freien Völkern den Bruderkuss bringt […]. Ja, er wird kommen der Tag, wo ein gemeinsames deutsches Vaterland sich erhebt, das alle Söhne als Bürger begrüßt, und alle Bürger mit gleicher Liebe, mit gleichem Schutz umfasst; wo die erhabene Germania dasteht, auf dem erzenen Piedestal der Freiheit und des Rechts, in der einen Hand die Fackel der Aufklärung, welche zivilisierend hinausleuchtet in die fernsten Winkel der Erde, in der andern die Wage des Schiedsrichteramts, streitenden Völkern das selbsterbetene Gesetz des Friedens spendend, jenen Völkern, von welchen wir bis jetzt das Gesetz der Gewalt und den Fußtritt höhnender Verachtung empfangen.
Ist die Nation, ist das Volk der Meinung, dass wir Hochverrat gegen die Staatsgesellschaft begangen, indem wir trachteten, das Volk über seine tiefe Erniedrigung aufzuklären und es zu einer Erhebung im Geist, zu einer neuen Gestaltung der Gesellschaft aufzuregen; so erklären Sie uns als Hochverräter, unbekümmert, ob diese Aufregung direkt oder indirekt geschehen sei […]. Spricht sich aber die Mehrheit des Volkes, der Staatsgesellschaft, über die Bestrebungen der Angeklagten beifällig aus; findet sie in uns nicht jene Männer des Mords und der Plünderung, wie man die Hambacher schildert; erkennt sie vielmehr, dass nicht bloß unsere Absichten rein, sondern dass die Wahrheit der Inhalt, und das Gesellschaftswohl der erste und letzte Zweck unserer Bemühungen ist: Dann werden, dann müssen Sie das Nichtschuldig aussprechen […].
Eben weil das Gefühl der Freiheit so tief in der Seele ruht, eben weil es von Geschlecht zu Geschlecht sich forterbt, und der Unterdrückung es zu vertilgen in Jahrhunderten nicht gelingt; eben weil es bei jedem mildern Frühlingslüftchen neu sich regt, und bis zur brennenden Glut so leicht sich anfacht, kein Opfer scheut, willig in Tod geht, und selbst in Ketten schmachtend die süßeste Befriedigung in der Lösung der Knechtsbande der Mitbrüder findet - gerade dies beweist den göttlichen Ursprung des Freiheitsgefühls, beweist den Beruf unsers Geschlechts zur Freiheit, zum ewigen Fortschritt in Gesittung und Bildung.
Über die Frage unsrer Zeit in Beziehung auf Gerechtigkeitspflege, Heidelberg 1823.
Baden-Baden oder Rudolph und Helmina. Episches Gedicht in zwölf Gesängen. Zweibrücken 1824.
Der Deutsche Mai. Gesungen von etwa 300 jungen Bürgern aus Neustadt am deutschen Volksfeste vom 27. Mai auf der Schlossruine zu Hambach, Neustadt 1832.
Zwei gerichtliche Vertheidigungsreden, Bern 1834.
Rede auf dem Hambacher Fest (1832), in: Bibliothek der Geschichte und Politik: Politische Reden I 1792-1867, hrsg. von Peter Wende und Inge Schlotzhauer, Frankfurt 1990, S. 180-191.
Baus, Martin: Philipp Jakob Siebenpfeiffer, in: Vormärz-Handbuch, hrsg. von Norbert Otto Eke, Bielefeld 2020, S. 925–930.
Becker, Bernhard: Siebenpfeiffer, Philipp Jakob, in: Neue Deutsche Biographien. Bd. 24, hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayrischen Akademie der Wissenschaften, Berlin 2010, S. 321-322.
Sylvia Zylka (Hrsg.): Philipp Jakob Siebenpfeiffer. Ein Leben für die Freiheit 1789–1845, Homburg 1992.
Walde, Elmar (Hrsg.): Philipp Jakob Siebenpfeiffer und seine Zeit im Blickfeld der Rechtsgeschichte (Schriften der Siebenpfeiffer-Stiftung, Bd. 1), Sigmaringen 1991.
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