
MATHIAS METTERNICH
Abb. entnommen aus: Goethe Institut (Hrsg.): Deutschland und die Französische Revolution 1789/1989. Eine Ausstellung des Goethe-Instituts zum Jubiläum des welthistorischen Ereignisses, Stuttgart 1989, S. 154
Der am 8. Mai 1747 in Steinefrenz bei Montabaur als Sohn einer Bauernfamilie geborene Mathias Metternich gehört zu den einflussreichsten und radikalsten deutschen Demokraten der Zeit der Französischen Revolution. Gemeinsam mit anderen Mainzer Jakobinern wie Felix Anton Blau, Anton Joseph Dorsch, Andreas Joseph Hofmann, Georg Wedekind und Georg Forster war Metternich 1792/1793 maßgeblich an der Errichtung des ersten demokratisch-republikanischen Gemeinwesens in Deutschland beteiligt: der Mainzer Republik. Metternich war Mitglied und Vizepräsident des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents, des ersten demokratisch gewählten Parlaments Deutschlands. Er gehörte darüber hinaus zu den führenden Köpfen der Cisrhenanenbewegung, die ab 1797 die vom revolutionären Frankreich besetzten Gebiete im Rheinland in eine eigenständige demokratische Republik zu überführen suchte. Metternich befürwortete nicht nur den revolutionären Umsturz, sondern auch Terreur und militärische Gewalt zur Durchsetzung von Republik und Demokratie. Er publizierte eine Reihe von Zeitungen wie den Bürgerfreund oder den Beobachter vom Donnersberg. Weniger bekannt als seine politischen und publizistischen Tätigkeiten sind seine Schriften zu Mathematik und Experimentalphysik. Er starb am 28. Oktober 1825 in Mainz.
Mathias Metternich wird am 8. Mai in Steinefrenz bei Montabaur als Sohn eines Kleinbauern geboren.
Durch Unterstützung der Grafenfamilie von Walderdorff kann Metternich nach dem Besuch des Jesuitengymnasiums in Hadamar eine Ausbildung zum Volksschullehrer in Mainz beginnen.
Anstellung als Lehrer an einer Mainzer Pfarrschule.
Beginn eines Mathematikstudiums an den Universitäten Mainz und Göttingen.
Berufung zum außerordentlichen Professor für Mathematik und Experimentalphysik an der Universität Mainz.
Nach dem Einmarsch der französischen Truppen in Mainz ist Metternich an der Gründung des Mainzer Jakobinerklubs beteiligt und gibt die Zeitung „Der Bürgerfreund” heraus. Zudem wird er im Dezember Mitglied der Mainzer Munizipalität.
Metternich wird Deputierter des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents und, während der preußischen Besetzung der Stadt, Teil des Sicherheitsausschusses und des Krimibaltribunals. Nach der militärischen Niederschlagung der Mainzer Republik wird er inhaftiert, wegen Hochverrates angeklagt und während seiner Gefangenschaft mehrfach gefoltert.
Ausweisung nach Frankreich, wo er sich u. a. mit der Gründung der Zeitung „Politische Unterhaltungen am linken Rheinufer” weiterhin republikanisch engagiert.
Nach der erneuten Rückeroberung von Mainz durch französische Truppen kehrt Metternich nach Deutschland zurück und wird Mitglied der Mainzer Zentralverwaltung sowie Polizeichef und Co-Leiter des Denunziationsbüros.
Ernennung zum Professor für Mathematik und Experimentalphysik an der neu gegründeten Mainzer Zentralschule.
Heirat mit Friederike Treffz. Eines der gemeinsamen vier Kinder, Germain Metternich, wird sich im deutschen Vormärz ebenfalls für die Republikanisierung Deutschlands engagieren.
Tod am 28. Oktober im Alter von 78 Jahren.
Susanne Lachenicht
Illuminat, Jakobiner, Vaterlandsverräter – ein „Bauerntölpel“ (nach Anton Hoffmann: Darstellung der Mainzer Revolution, Frankfurt a.M. 1793/94, S. 94) aus dem kurtrierischen Steinefrenz lässt anscheinend nichts aus, was den Fürsten des Heiligen Römischen Reiches entweder suspekt oder geradezu verhasst war.
Es ist, wie so oft in der Zeit der Aufklärung, die Protektion eines Adligen, im Fall von Mathias Metternich wahrscheinlich der Graf Carl Anton oder Franz Philipp von Walderdorff, die einem hochtalentierten Bauernsohn Zugang zu Bildung und den Ideen der Aufklärung verschafft. Das Jesuitenseminar in Hadamar wird den Grundstein für eine Karriere bilden, die Mathias Metternich eine Lehrerausbildung, dann auch das Studium der Mathematik an der Universität Göttingen ermöglicht und ihn mit den Ideen der Aufklärung konfrontiert. 1786 an der zu Kurmainz gehörenden Universität Erfurt promoviert, wird Metternich in Mainz zunächst als außerordentlicher Professor der Mathematik und Experimentalphysik an der dortigen Universität tätig. Er wird Mitglied der Erfurter Akademie der Wissenschaften und durch die Leipziger Fürstlich Gelehrte Gesellschaft als Mathematiker geehrt.
Doch er ist, wie Zeitgenossen beklagen würden, vom Geist der Aufklärung infiziert. Oder gar vom Geist der Rebellion? In Mainz verkehrt Metternich in den Kreisen der bürgerlichen Aufklärer und ist mit Georg Forster, Georg Wedekind und Rudolf Eickemeyer gut bekannt – allesamt spätere Mitglieder des Mainzer Jakobinerklubs und revolutionäre Demokraten. Ihre Treffen werden zu einer Keimzelle des Republikanismus und des „Demokratismus“. Metternich ist selbstverständlich auch Mitglied der Mainzer Illuminaten und der Lesegesellschaft der Stadt. Wie viele andere Mainzer Freiheitsfreunde auch Anhänger der Französischen Revolution von 1789, steht Metternich in engem Kontakt mit deutschen Revolutionären wie Anton Dorsch in Straßburg, über die er Informationen zum Fortgang der Revolution in Frankreich und auch Propagandamaterial erhält (Mario Keller: Rund um den Freiheitsbaum, Frankfurt a.M. 1988, S. 95-96).
Nachdem Frankreich Österreich am 20. April 1792 als späte Reaktion auf die Erklärung von Pillnitz vom August 1791 den Krieg erklärt hatte und die französische Revolutionsarmee ab dem September 1792 erste Gebietseroberungen zu verzeichnen hat, wird Kurmainz im Oktober 1792 von französischen Revolutionstruppen unter dem Befehl von General Adam-Philippe de Custine eingenommen. Dieser sucht als Haupt der französischen Besatzungsmacht den Kontakt zu Mainzer Anhängern der Französischen Revolution, mit denen er zunächst ein Bündnis schmiedet, das den eroberten Gebieten ein Selbstbestimmungsrecht zuerkennen soll. Metternich gründet daraufhin zusammen mit Wedekind, Hofmann, Blau und Dorsch die Gesellschaft der Konstitutionsfreunde, das heißt den Mainzer Jakobinerklub, der zum Motor der Revolutionierung und Republikanisierung nicht nur dieses Teils des Rheinlandes werden soll. In einer in der Gesellschaft der Konstitutionsfreunde gehaltenen Rede hofft Metternich, dass Mainz zum „Centrum der deutschen Freiheits-Union“ schlechthin werden wird (Metternich: Rede worin die Bedenklichkeiten..., Mainz 1792, S. 4). Im Mainzer Jakobinerklub wird nun eine neue, eigenständige Verfassung für das ehemalige Kurfürstentum debattiert und ausgearbeitet werden. Metternich möchte eine „Constitution“, die nicht despotisch ist, also „die natürlichen Rechte der Menschen und Bürger [nicht] verletzt“ (Metternich: Rede worin die Bedenklichkeiten..., Mainz 1792, S. 3). Als Präsident des Mainzer Jakobinerklubs spricht sich Metternich am 1. November 1792 für eine aus den von Frankreich besetzten kurmainzischen, nassauischen sowie darmstädtischen Gebieten zu bildende Republik nach französischem Vorbild aus, die unter dem Schutz Frankreichs stehen und ein eigenes Parlament wählen soll. Im Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent, dem ersten demokratisch gewählten Parlament Deutschlands, wird Mathias Metternich nicht nur Abgeordneter, sondern auch dessen Vizepräsident. Dort prangert er in zahlreichen Reden die Besatzungspolitik der französischen Revolutionsarmee an, die den Mainzer Bürgern zunehmend ihr Selbstbestimmungsrecht zu nehmen droht, und mahnt die Mainzer Bürger an, sich möglichst zügig eine eigene Verfassung zu geben (siehe beispielsweise: Metternich: Beschwerdeführung des Landmannes über die langsame Entschliessung der Bürger zu Mainz mit einem Ersuchen an die Gesellschaft der Frei- und Gleichheit in Mainz, Mainz 1792).
Nach dem Fall der Mainzer Republik am 23. Juli 1793 muss Metternich fliehen, wird von Koalitionstruppen gefangengesetzt und mehrfach gefoltert. Er kommt im Februar 1795 bei einem deutsch-französischen Gefangenenaustausch frei und geht ins Exil nach Paris und Straßburg. Es sollte nicht seine letzte Gefangenschaft sein. Von Frankreich aus unterstützt Metternich 1796 und 1797 publizistisch die französischen Truppen bei der Eroberung der linksrheinischen Gebiete des Heiligen Römischen Reiches. Er schreibt unter anderem für die Straßburger Rheinische Zeitung und den Republikanischen Wächter.
Welche Rolle Metternich bei dem 1796 unternommenen Versuch der Errichtung einer Südwestdeutschen Republik mithilfe der französischen Revolutionsarmee spielte, konnte bislang nicht geklärt werden. Metternich reist offenbar als französischer Unterkommissar immer wieder von Straßburg aus in die Südpfalz, nach Baden und Freiburg, wo er den französischen Kommissar Haussmann als Requisitionsbeamter bei der Beschlagnahmung von Kunstgegenständen unterstützt. Überdies unterhält Metternich Kontakte zu dem gerade den revolutionären Aufstand in Südwestdeutschland vorbereitenden Johann Friedrich Georg List sowie zu Rudolf Eickemeyer, der als französischer Offizier in der Armee General Jean-Victor Moreaus dient. Bei einer seiner Reisen zwischen Straßburg und der Pfalz fällt Metternich Anfang Oktober 1796 den von Mannheim aus in die Pfalz und ins Elsass vorstoßenden kaiserlichen Patrouillen in die Hände. Metternich bleibt bis zum Frühjahr 1797 als Geisel gefangen und wird auf der Basis von Artikel 9 der Leobener Präliminarien im April 1797 aus seiner erneuten Gefangenschaft entlassen (Keller: Rund um den Freiheitsbaum, S. 270; Susanne Lachenicht: Information und Propaganda, München 2004, S. 480).
Ab 1797 unterstützt Metternich im nördlichen Rheinland die Cisrhenanenbewegung. In den Politischen Unterhaltungen am linken Rheinufer propagiert er im August 1797 die „natürlichen Grenzen“ Frankreichs, das heißt eine Besetzung der deutschen linksrheinischen Gebiete, fordert die Franzosen aber auf, den deutschen Gebieten am Rhein Selbstbefreiung und Selbstbestimmung zur Bildung einer Cisrhenanischen Republik nach französischem Vorbild zuzugestehen. Als sich nach dem Staatstreich vom 17. Fructidor V in Frankreich erneut konstitutionelle Zirkel zu bilden beginnen, engagiert sich auch Metternich für die Bildung von Konstitutionsgesellschaften im Linksrheinischen, die zu einer die französische Verwaltung kontrollierenden Öffentlichkeit werden sollen. Im Oktober 1797 beabsichtigte Metternich, der in Bingen immer wieder Probleme mit der Veröffentlichung seines Journals hatte und teilweise auch mit der französischen Besatzungsmacht in Konflikt gekommen war, nach Koblenz überzusiedeln.
Mit der erneuten Besetzung von Mainz durch die französischen Truppen im Januar 1798 kehrt auch Metternich in die Stadt zurück, wo er ab dem 21. Januar in Fortsetzung seines Bingener Blattes die Neuen politischen Unterhaltungen am linken Rheinufer herausgibt und damit sein Engagement für die Emanzipation beziehungsweise sozioökonomische Besserstellung der Landbevölkerung ebenso fortsetzt wie seine Kritik an der wenig republikanisch-demokratischen französischen Verwaltung. Bereits im April 1798 muss er auf Drängen der französischen Verwaltung und der Mainzer Bürgerschaft das Erscheinen des Blattes einstellen. Gemeinsam mit weiteren Mainzer Jakobinern, unter anderem Friedrich Lehne, Abraham Lembert und Joseph Schlemmer engagiert sich Metternich für die Gründung der Zeitung Der Beobachter vom Donnersberg, die Demokratie und Republik neue Anhänger gewinnen soll. Nach 1801 zieht sich Metternich zunehmend auf seine Position als Professor der Mathematik und Experimentalphysik beziehungsweise ins Privatleben zurück.
Die Rezeption von Mathias Metternich ist wie die vieler deutscher Jakobiner zwiegespalten: Im Vormärz wird er von den Ultraliberalen als Vorbild gesehen, während ihn Konservative und Reaktionäre als Vaterlandsverräter brandmarken. Erst durch die intensive Auseinandersetzung der historischen Forschung mit dem deutschen Jakobinismus in BRD und DDR der 1970er und 1980er Jahre wurde Metternich und vielen anderen deutschen Jakobinern durch Walter Grab, Heinrich Scheel und Franz Dumont ein Vermächtnis als deutsche revolutionäre Republikaner und Demokraten gesetzt. Deutsche Jakobiner hätten – so diese Geschichtsschreibung – mit ihren Vorstellungen von Freiheit und Rechtsgleichheit sowie der Befürwortung eines republikanischen Gemeinwesens den Weg in eine demokratisch-republikanische Zukunft Deutschlands geebnet (siehe: Dumonat: Die Mainzer Republik, 1982; Grab: Eroberung oder Befreiung, 1970; Grab (Hrsg.): Deutsche revolutionäre Demokraten, 1971-73; Grab: Von Mainz nach Hambach, 1973; Scheel (Hrsg.): Die Mainzer Republik 1975-81). Wie andere radikale deutsche Jakobiner gehört Mathias Metternich damit zu den Wegbereitern einer deutschen demokratisch-republikanischen Tradition, die zwar Exzesse der französischen Besatzungsarmee verurteilten, aber den Export der Revolution aus Frankreich „auf den Spitzen der Bajonette“ in andere europäische Staaten und damit auch Krieg, Terreur und Gewalt für notwendig hielten. Die Durchsetzung von Demokratie und Republik war für diese Akteure nie ein rein nationales deutsches Unterfangen, sondern ein transnationales und europäisches, mit allen problematischen Konsequenzen. Metternich hat die Ambivalenzen und Probleme des Exports von Freiheit und Demokratie „auf den Spitzen der französischen Bajonette“, das Verhalten der französischen Besatzer, vor allem die Rücknahme des eigentlich garantierten Selbstbestimmungsrechts der „befreiten Nationen“, immer wieder in seinen Reden und Schriften angeprangert. Gehofft hat er auf die „Selbstbefreiung“ der Deutschen, eine Hoffnung, die seinen Sohn, Germain Metternich, in den deutschen Vormärz tragen sollte.
Quelle:
Mathias Metternich, Rede worin die Bedenklichkeiten, welche den Mainzern gemacht wurden sich eine neue Constitution zu geben, beantwortet werden, zugleich der Vorschlag, die bisher bestandene Verfassung auszubessern verworfen wird, Mainz 1792.
Literatur:
Franz Dumont, Die Mainzer Republik von 1792/93. Studien zur Revolutionierung in Rheinhessen und der Pfalz, Alzey 1982.
Walter Grab, Eroberung oder Befreiung? Deutsche Jakobiner und die Franzosenherrschaft im Rheinland 1792–1799, Archiv für Sozialgeschichte 10 (1970), S. 7–94.
Idem, (Hrsg.), Deutsche revolutionäre Demokraten, 5 Bde., Stuttgart 1971–1973.
Idem, Von Mainz nach Hambach. Zur Kontinuität revolutionärer Bewegungen und ihrer Repression 1792–1832, in: Immanuel Geiss (Hrsg.), Deutschland in der Weltpolitik des 19. und 20. Jahrhunderts. Fritz Fischer zum 65. Geburtstag, Düsseldorf 1973, S. 50–69.
Anton Hoffmann, Darstellungen der Mainzer Revolution oder Geschichte der Stadt Mainz und umliegender Gegend, von Entstehung des französischen Revolutionskrieges bis nach der Wiedereroberung dieser Stadt, des Klubbs und des in der Stadt eröffneten rheinisch-teutschen Nationalkonventes, Frankfurt a.M. 1793/1794
Mario Keller, Rund um den Freiheitsbaum. Die Bewegung von unten und ihr Sprecher Mathias Metternich in der Zeit der Mainzer Republik 1792–1799, Frankfurt a.M. Main 1988.
Susanne Lachenicht, Information und Propaganda. Die Presse deutscher Jakobiner im Elsaß, München 2004.
Heinrich Scheel (Hrsg.), Die Mainzer Republik, 3 Bde., Berlin (DDR) 1975–1981.
Nach denen Grundsätzen der französischen Konstitution, und denen von dem hohen Nationalkonvent ergangenen Dekreten, soll es allen Völkern, bei welchen ihre Fahnen aufgesteckt sind, frei stehen sich erklären zu dürfen, ob sie der Frankenrepublik Konstitution annehmen, oder sich eine neue geben wollen. Wir arme Landleute […], an die von jeher und noch jetzo am wenigsten gedacht wird, mögten uns so gern für die fränkische Konstitution erklären, und wünschen nichts als einen Weg, wie wir uns ganz freimütig, Mann vor Mann dazu erklären könnten […]. Wir verließen uns in besonderer, aber getäuschter Zuversicht, auf die Bürger am Ruder zu Mainz; wir sehen aber anjetzo ein, dass diese nicht nur uns wegen ihrem Eigentums, sondern auch ihre eigene geringere Mitbürger, die sie stolz Leute von geringem Stande nennen, zu hintergehen suchen, da sie die alte Konstitution für sich, ihre Schwelgerei, und für ihre Kinder, die sie zur Arbeit nicht erzogen, behaglicher finden, ihre geringen Mitbürger sowohl, weil sie diesen nicht gleich sein wollen, als uns von Annahm der fränkischen Konstitution durch allerlei falsche Vorspiegelungen abzuhalten, und daher unsere Erklärung so zu verzögern suchen, dass unsere Erretter die Franken wegen unserer Drikerei verdrießlich werden, und uns mit unseren aufgeblasenen Handelsleuten unserem alten Schicksal überlassen mögten, damit die ehrenfesten Herren Stadträte, welche von etlichen Jahren bisher noch keine ordentliche Rechnung abgelegt, länger im trüben fischen, für ihre Kinder besser sorgen, ihre Schwelgerei befördern, Euren Schweiß je länger desto heftiger aussaugen, und zuletzt Euch noch gar als Sklaven behandeln könnten.
„Freiheit“, sagen Sie „hat der deutsche Bürger, und insonderheit der Mainzer wirklich schon so viel, als mit einer gesellschaftlichen Verfassung bestehen kann […]“. Wie können Sie Hr. Doktor, solche Dinge in die offene Welt schreiben, und gar drucken lassen, in eine Welt, wo jeder, dessen Vernunft noch ein bisschen Spannkraft aus ihren Fesseln gerettet hat, bei sich selbst fühlen muss, dass dieser ganze dreiste Satz Worte, aber kein Quäntchen Wirklichkeit enthält! Der Deutsche hat so viel Freiheit, als mit der gesellschaftlichen Verfassung bestehen kann? Als mit dem Interesse des Fürsten und des Adels bestehen kann, hätten Sie sagen sollen. […] Er hat Freiheit, zu wohnen, wo es ihm beliebt, wenn er aber aus des alten Herrn Lande zu ziehen beliebt, so nimmt ihm dieser den 5 ten, 6 ten, -ten Teil seiner Habe; er hat Freiheit, zu arbeiten, und zu erwerben, wenn er aber stirbt, so nimmt der Fürst aus seinem Vermögen das beste Haupt, das beste Kleid; er hat Freiheit, sein Feld das ganze Jahr zu bauen, mit beliebigen Früchten zu besäen und bepflanzen, wenn aber die Zeit kommt, den Lohn seines Fleißes zu ernten, so nimmt der gnädigste Herr den zehnten Teil seiner Früchte voraus weg. Er hat Freiheit, sich eine Frau zu wählen, mit ihr Kinder zu zeugen, sie fleißig und arbeitsam zu erziehen; wenn aber der Sohn groß und stark genug ist, dem Vater bei seinem abnehmenden Kräften in seiner schweren Arbeit die gewünschte Unterstützung zu leisten, so muss er vor des gnädigsten Herrn Türe Schildwache stehen. Er hat Freiheit - o er hat Freiheit, dass es zum Erbarmen ist!!!
Der Franzose nicht nur, sondern jede genug aufgeklärte, und machthabende Nation, wird das Despotengebäude umwerfen, wenn sie kann; d.h. wenn sie die beiden Erfordernisse: Aufklärung und Macht hat; die Nation, die richtig über ihren Vorteil denkt, muss es aber auch tun. Die Winselei vom auszuflickenden Gebäude ist wie ihr gewöhnliches Geheule. Ich könnte ihnen dagegen diese Phrase setzen: Wenn ein vernünftiger Mann erkennt, dass das Gebäude auf einer schadhaften Grundfeste ruht; wenn der Unrat Holz und Mauern angefressen hat, wird er da noch im Innern Kosten zum Flicken verwenden? Oder wenn ein Gebäude deswegen ungesund zu bewohnen war, weil es auf dem Sumpfe stand; wird da eine geputzte innere Einrichtung, und Verkleisterung von außen das Übel heben?
Der Adel ist das lächerlichste Machwerk vor dem Richterstuhle der Vernunft. Bloßer Zufall der Geburt setzt hier Menschen über alle andere hinaus; aber vor der Gerechtigkeit mag diese Menschenzunft gar nicht bestehen. Ausnahmen fast von allem, was Menschen lästig war, und Vorzüge und Alleingenuß dessen, was verdienten Menschen Lebens- und Ruhegenuß verschaffte - und all dieses meist Fürstenmachwerk!
Dem Volke, welches und sandte, eine Regierungsverfassung zu geben, bei welcher es so glücklich sei, als es nach seiner natürlichen und moralischen Lage nur immer möglich ist, das ist das einzige, aber auch weitumfassende Geschäft, welches wir vollenden müssen. Ihr habt das Volk in seine Souveränitätsrechte eingesetzt, aber noch ist kein Schritt zur Ausübung dieser Rechte getan worden; aber ausgeübt wird dieses Recht, in Festsetzung einer Staatsverfassung, die diese Souveränität auf immer sicher erhält, wo dem geringsten Despotismus keine Lücke gelassen wird, je wieder einzuschlüpfen, und Verheerung des Volksglückes anzurichten; in einer Verfassung, die jedem Einzelnen und der ganzen Volksgesellschaft Sicherheit, und den freien gebrauch seines Eigentumes, seiner Erwerbskräfte, ganz gewährt. Dieses Recht muss nun unnachlässig ausgeübt werden, weil kein in eine Gesellschaft vereintes Volk ohne Staatsverfassung sein kann. – Es ist demnach ganz und gar nicht in unserer Gewalt, dieses Geschäft auch nur noch eine kurze Zeit aufzuschieben, weil unser Volk ohne Verfassung ist.
Drei Jahre schon bluten wir an den traurigen Folgen eines verheerenden Krieges, in den uns die Dummheit und Raubsucht Größerer, die abenteuerliche Ruhmsucht kleinerer Fürsten und der Geiz schlechter Minister und Mätressen gestürzt haben. Gleich anfangs der französischen Revolution fürchteten die Fürsten ihre Alleinherrschaft zu verlieren. Der Adel aller Länder, der an Höfen und auf seinen Schlössern der Adel sage ich, der von eurem Schweiße schwelgte, der sich überall Steuern und Abgaben frei erklärte, fürchtete den Verlust seines Wohllebens, und der sogenannten hohen Vorrechte. Die Geistlichkeit, welche sich von euren Zehnten, von euren Gütern, die sie euren Voreltern abschlichen, mästen und sich bis ans Ende der Welt zu mästen gedenkt; schreien euch zu, man wolle euch euren Gott, eure Religion nehmen. Durch diesen Betrug suchten euch diese Menschen in ihrer Unterwürfigkeit zu erhalten; unter diesem Vorwande nahmen auch die Fürsten eure Söhne zu Soldaten, beraubten alte Eltern ihrer letzten Stütze, und gebrauchten sie schändlich, um euch zu unterdrücken, um euch unter ihrem Joche und unter dem Joche des Adel und der Geistlichkeit zu halten, unter diesem Vorwande nahmen sie euch euer Geld, schwelgten davon, und führten damit Kriege gegen euch selbst.
Heute nun, zum zweitenmale ist der Baum der Freiheit von Mainz gepflanzt. Fünf Jahre sind's, wo an eben dieser Stelle, in eben diesem Monate, nur 3 oder 4 Tage später, dieses geheiligte Zeichen der Freiheit, von Händen gepflanzt wurde, die der Freiheit, vorher schon gehuldigt hatten - Im Julius des Jahres 93 ward der Baum von Schinders-Händen umgeworfen. Die Herrn, die damals in Mainz regierten […], glaubten durch ihr unwürdiges Betragen der Freiheit Hohn zu sprechen; sie zu besudeln - Ha! Der Freiheit Hohn zu sprechen!!- Doch nein! diese Tochter des Himmels ist erhabener, als das niedrige Seelen sie beleidigen könnten; Menschen, die den Gedanken, frei zu sein, nicht fassen können, deren Kopf und Herz zu sehr vom Sklavensinn verdorben ist, die können weder die Freiheit, noch deren Anhänger beschmutzen. Dank dir ewige Vorsehung! Dank dem Schutzgeiste der Freiheit! Dank euch unüberwindliche Sieger, republikanische Soldaten! Die Schmach die man hier der Freiheit, und ihren Bekennern, die man auch euch hier antat, ist gerächt; euer starker Arm hat sie gerächt; unbesiegbar kräftig ist der Gedanke für Freiheit und Menschenrecht zu kämpfen, habt ihr die Feinde der Republik zu Boden gestürzt, habt dem linken Rheinufer und so auch Mainz seine Freiheit erkämpft! Euch gebührte das ewige unzerstörbare Denkmal eurer Siege: DER FREIE RHEIN; DAS DURCH EUCH BEFREITE MAINZ.
Der Bürgerfreund, Mainz 1792-1793.
Beschwerdeführung des Landmannes über die langsame Entschliessung der Bürger zu Mainz, Mainz 1792.
Etwas über das Etwas des Dr. Gottlob Teutsch an den Verfasser des mainzischen Bürgerfreundes über die mainzische Konstitution. – von einem Bürger auf dem Lande, Mainz 1792.
Der Aristokrat in der Klemme: Ein Lustspiel in zwei Aufzügen, nach dem Französischen frei bearbeitet, Mainz 1792.
Der Aristokrat auf Seichtheiten und Lügen ertappt. Eine Widerlegung einer Schrift unter dem Titel: über die Verfassung von Mainz oder Vergleich des alten und neuen Mainz, Mainz 1793.
Untersuchung der Frage: Wie kann der rheinisch-deutsche Freistaat dauerhafte Sicherheit in seiner freien Verfassung erhalten? gesprochen im deutschen National-Convente zu Mainz, Mainz 1793.
Etwas über die Klubbs und Klubbisten in Teutschland, und was dabei Rechtens ist, Mainz 1793.
Politische Unterhaltungen am linken Rheinufer, Bingen 1797-1798.
Keller, Mario: Rund um den Freiheitsbaum. Die Bewegung von unten und ihr Sprecher Mathias Metternich in der Zeit der Mainzer Republik (1789–1799) (Moralische Ökonomie, Bd. 4), Frankfurt 1988.
Lachenicht, Susanne: Information und Propaganda. Die Presse deutscher Jakobiner im Elsass (1791–1800), München 2004.
Lachenicht, Susanne / Cottebrune, Anne: „Deutsche Jakobiner“ im französischen Exil. Paris und Straßburg – Wege zwischen radikaler Akzeptanz und Ablehnung der Revolution, in: Francia 31/2 (2004), S. 95–119.
MATHIAS METTERNICH

Abb. entnommen aus: Goethe Institut (Hrsg.): Deutschland und die Französische Revolution 1789/1989. Eine Ausstellung des Goethe-Instituts zum Jubiläum des welthistorischen Ereignisses, Stuttgart 1989, S. 154
Der am 8. Mai 1747 in Steinefrenz bei Montabaur als Sohn einer Bauernfamilie geborene Mathias Metternich gehört zu den einflussreichsten und radikalsten deutschen Demokraten der Zeit der Französischen Revolution. Gemeinsam mit anderen Mainzer Jakobinern wie Felix Anton Blau, Anton Joseph Dorsch, Andreas Joseph Hofmann, Georg Wedekind und Georg Forster war Metternich 1792/1793 maßgeblich an der Errichtung des ersten demokratisch-republikanischen Gemeinwesens in Deutschland beteiligt: der Mainzer Republik. Metternich war Mitglied und Vizepräsident des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents, des ersten demokratisch gewählten Parlaments Deutschlands. Er gehörte darüber hinaus zu den führenden Köpfen der Cisrhenanenbewegung, die ab 1797 die vom revolutionären Frankreich besetzten Gebiete im Rheinland in eine eigenständige demokratische Republik zu überführen suchte. Metternich befürwortete nicht nur den revolutionären Umsturz, sondern auch Terreur und militärische Gewalt zur Durchsetzung von Republik und Demokratie. Er publizierte eine Reihe von Zeitungen wie den Bürgerfreund oder den Beobachter vom Donnersberg. Weniger bekannt als seine politischen und publizistischen Tätigkeiten sind seine Schriften zu Mathematik und Experimentalphysik. Er starb am 28. Oktober 1825 in Mainz.
Mathias Metternich wird am 8. Mai in Steinefrenz bei Montabaur als Sohn eines Kleinbauern geboren.
Durch Unterstützung der Grafenfamilie von Walderdorff kann Metternich nach dem Besuch des Jesuitengymnasiums in Hadamar eine Ausbildung zum Volksschullehrer in Mainz beginnen.
Anstellung als Lehrer an einer Mainzer Pfarrschule.
Beginn eines Mathematikstudiums an den Universitäten Mainz und Göttingen.
Berufung zum außerordentlichen Professor für Mathematik und Experimentalphysik an der Universität Mainz.
Nach dem Einmarsch der französischen Truppen in Mainz ist Metternich an der Gründung des Mainzer Jakobinerklubs beteiligt und gibt die Zeitung „Der Bürgerfreund” heraus. Zudem wird er im Dezember Mitglied der Mainzer Munizipalität.
Metternich wird Deputierter des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents und, während der preußischen Besetzung der Stadt, Teil des Sicherheitsausschusses und des Krimibaltribunals. Nach der militärischen Niederschlagung der Mainzer Republik wird er inhaftiert, wegen Hochverrates angeklagt und während seiner Gefangenschaft mehrfach gefoltert.
Ausweisung nach Frankreich, wo er sich u. a. mit der Gründung der Zeitung „Politische Unterhaltungen am linken Rheinufer” weiterhin republikanisch engagiert.
Nach der erneuten Rückeroberung von Mainz durch französische Truppen kehrt Metternich nach Deutschland zurück und wird Mitglied der Mainzer Zentralverwaltung sowie Polizeichef und Co-Leiter des Denunziationsbüros.
Ernennung zum Professor für Mathematik und Experimentalphysik an der neu gegründeten Mainzer Zentralschule.
Heirat mit Friederike Treffz. Eines der gemeinsamen vier Kinder, Germain Metternich, wird sich im deutschen Vormärz ebenfalls für die Republikanisierung Deutschlands engagieren.
Tod am 28. Oktober im Alter von 78 Jahren.
Susanne Lachenicht
Illuminat, Jakobiner, Vaterlandsverräter – ein „Bauerntölpel“ (nach Anton Hoffmann: Darstellung der Mainzer Revolution, Frankfurt a.M. 1793/94, S. 94) aus dem kurtrierischen Steinefrenz lässt anscheinend nichts aus, was den Fürsten des Heiligen Römischen Reiches entweder suspekt oder geradezu verhasst war.
Es ist, wie so oft in der Zeit der Aufklärung, die Protektion eines Adligen, im Fall von Mathias Metternich wahrscheinlich der Graf Carl Anton oder Franz Philipp von Walderdorff, die einem hochtalentierten Bauernsohn Zugang zu Bildung und den Ideen der Aufklärung verschafft. Das Jesuitenseminar in Hadamar wird den Grundstein für eine Karriere bilden, die Mathias Metternich eine Lehrerausbildung, dann auch das Studium der Mathematik an der Universität Göttingen ermöglicht und ihn mit den Ideen der Aufklärung konfrontiert. 1786 an der zu Kurmainz gehörenden Universität Erfurt promoviert, wird Metternich in Mainz zunächst als außerordentlicher Professor der Mathematik und Experimentalphysik an der dortigen Universität tätig. Er wird Mitglied der Erfurter Akademie der Wissenschaften und durch die Leipziger Fürstlich Gelehrte Gesellschaft als Mathematiker geehrt.
Doch er ist, wie Zeitgenossen beklagen würden, vom Geist der Aufklärung infiziert. Oder gar vom Geist der Rebellion? In Mainz verkehrt Metternich in den Kreisen der bürgerlichen Aufklärer und ist mit Georg Forster, Georg Wedekind und Rudolf Eickemeyer gut bekannt – allesamt spätere Mitglieder des Mainzer Jakobinerklubs und revolutionäre Demokraten. Ihre Treffen werden zu einer Keimzelle des Republikanismus und des „Demokratismus“. Metternich ist selbstverständlich auch Mitglied der Mainzer Illuminaten und der Lesegesellschaft der Stadt. Wie viele andere Mainzer Freiheitsfreunde auch Anhänger der Französischen Revolution von 1789, steht Metternich in engem Kontakt mit deutschen Revolutionären wie Anton Dorsch in Straßburg, über die er Informationen zum Fortgang der Revolution in Frankreich und auch Propagandamaterial erhält (Mario Keller: Rund um den Freiheitsbaum, Frankfurt a.M. 1988, S. 95-96).
Nachdem Frankreich Österreich am 20. April 1792 als späte Reaktion auf die Erklärung von Pillnitz vom August 1791 den Krieg erklärt hatte und die französische Revolutionsarmee ab dem September 1792 erste Gebietseroberungen zu verzeichnen hat, wird Kurmainz im Oktober 1792 von französischen Revolutionstruppen unter dem Befehl von General Adam-Philippe de Custine eingenommen. Dieser sucht als Haupt der französischen Besatzungsmacht den Kontakt zu Mainzer Anhängern der Französischen Revolution, mit denen er zunächst ein Bündnis schmiedet, das den eroberten Gebieten ein Selbstbestimmungsrecht zuerkennen soll. Metternich gründet daraufhin zusammen mit Wedekind, Hofmann, Blau und Dorsch die Gesellschaft der Konstitutionsfreunde, das heißt den Mainzer Jakobinerklub, der zum Motor der Revolutionierung und Republikanisierung nicht nur dieses Teils des Rheinlandes werden soll. In einer in der Gesellschaft der Konstitutionsfreunde gehaltenen Rede hofft Metternich, dass Mainz zum „Centrum der deutschen Freiheits-Union“ schlechthin werden wird (Metternich: Rede worin die Bedenklichkeiten..., Mainz 1792, S. 4). Im Mainzer Jakobinerklub wird nun eine neue, eigenständige Verfassung für das ehemalige Kurfürstentum debattiert und ausgearbeitet werden. Metternich möchte eine „Constitution“, die nicht despotisch ist, also „die natürlichen Rechte der Menschen und Bürger [nicht] verletzt“ (Metternich: Rede worin die Bedenklichkeiten..., Mainz 1792, S. 3). Als Präsident des Mainzer Jakobinerklubs spricht sich Metternich am 1. November 1792 für eine aus den von Frankreich besetzten kurmainzischen, nassauischen sowie darmstädtischen Gebieten zu bildende Republik nach französischem Vorbild aus, die unter dem Schutz Frankreichs stehen und ein eigenes Parlament wählen soll. Im Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent, dem ersten demokratisch gewählten Parlament Deutschlands, wird Mathias Metternich nicht nur Abgeordneter, sondern auch dessen Vizepräsident. Dort prangert er in zahlreichen Reden die Besatzungspolitik der französischen Revolutionsarmee an, die den Mainzer Bürgern zunehmend ihr Selbstbestimmungsrecht zu nehmen droht, und mahnt die Mainzer Bürger an, sich möglichst zügig eine eigene Verfassung zu geben (siehe beispielsweise: Metternich: Beschwerdeführung des Landmannes über die langsame Entschliessung der Bürger zu Mainz mit einem Ersuchen an die Gesellschaft der Frei- und Gleichheit in Mainz, Mainz 1792).
Nach dem Fall der Mainzer Republik am 23. Juli 1793 muss Metternich fliehen, wird von Koalitionstruppen gefangengesetzt und mehrfach gefoltert. Er kommt im Februar 1795 bei einem deutsch-französischen Gefangenenaustausch frei und geht ins Exil nach Paris und Straßburg. Es sollte nicht seine letzte Gefangenschaft sein. Von Frankreich aus unterstützt Metternich 1796 und 1797 publizistisch die französischen Truppen bei der Eroberung der linksrheinischen Gebiete des Heiligen Römischen Reiches. Er schreibt unter anderem für die Straßburger Rheinische Zeitung und den Republikanischen Wächter.
Welche Rolle Metternich bei dem 1796 unternommenen Versuch der Errichtung einer Südwestdeutschen Republik mithilfe der französischen Revolutionsarmee spielte, konnte bislang nicht geklärt werden. Metternich reist offenbar als französischer Unterkommissar immer wieder von Straßburg aus in die Südpfalz, nach Baden und Freiburg, wo er den französischen Kommissar Haussmann als Requisitionsbeamter bei der Beschlagnahmung von Kunstgegenständen unterstützt. Überdies unterhält Metternich Kontakte zu dem gerade den revolutionären Aufstand in Südwestdeutschland vorbereitenden Johann Friedrich Georg List sowie zu Rudolf Eickemeyer, der als französischer Offizier in der Armee General Jean-Victor Moreaus dient. Bei einer seiner Reisen zwischen Straßburg und der Pfalz fällt Metternich Anfang Oktober 1796 den von Mannheim aus in die Pfalz und ins Elsass vorstoßenden kaiserlichen Patrouillen in die Hände. Metternich bleibt bis zum Frühjahr 1797 als Geisel gefangen und wird auf der Basis von Artikel 9 der Leobener Präliminarien im April 1797 aus seiner erneuten Gefangenschaft entlassen (Keller: Rund um den Freiheitsbaum, S. 270; Susanne Lachenicht: Information und Propaganda, München 2004, S. 480).
Ab 1797 unterstützt Metternich im nördlichen Rheinland die Cisrhenanenbewegung. In den Politischen Unterhaltungen am linken Rheinufer propagiert er im August 1797 die „natürlichen Grenzen“ Frankreichs, das heißt eine Besetzung der deutschen linksrheinischen Gebiete, fordert die Franzosen aber auf, den deutschen Gebieten am Rhein Selbstbefreiung und Selbstbestimmung zur Bildung einer Cisrhenanischen Republik nach französischem Vorbild zuzugestehen. Als sich nach dem Staatstreich vom 17. Fructidor V in Frankreich erneut konstitutionelle Zirkel zu bilden beginnen, engagiert sich auch Metternich für die Bildung von Konstitutionsgesellschaften im Linksrheinischen, die zu einer die französische Verwaltung kontrollierenden Öffentlichkeit werden sollen. Im Oktober 1797 beabsichtigte Metternich, der in Bingen immer wieder Probleme mit der Veröffentlichung seines Journals hatte und teilweise auch mit der französischen Besatzungsmacht in Konflikt gekommen war, nach Koblenz überzusiedeln.
Mit der erneuten Besetzung von Mainz durch die französischen Truppen im Januar 1798 kehrt auch Metternich in die Stadt zurück, wo er ab dem 21. Januar in Fortsetzung seines Bingener Blattes die Neuen politischen Unterhaltungen am linken Rheinufer herausgibt und damit sein Engagement für die Emanzipation beziehungsweise sozioökonomische Besserstellung der Landbevölkerung ebenso fortsetzt wie seine Kritik an der wenig republikanisch-demokratischen französischen Verwaltung. Bereits im April 1798 muss er auf Drängen der französischen Verwaltung und der Mainzer Bürgerschaft das Erscheinen des Blattes einstellen. Gemeinsam mit weiteren Mainzer Jakobinern, unter anderem Friedrich Lehne, Abraham Lembert und Joseph Schlemmer engagiert sich Metternich für die Gründung der Zeitung Der Beobachter vom Donnersberg, die Demokratie und Republik neue Anhänger gewinnen soll. Nach 1801 zieht sich Metternich zunehmend auf seine Position als Professor der Mathematik und Experimentalphysik beziehungsweise ins Privatleben zurück.
Die Rezeption von Mathias Metternich ist wie die vieler deutscher Jakobiner zwiegespalten: Im Vormärz wird er von den Ultraliberalen als Vorbild gesehen, während ihn Konservative und Reaktionäre als Vaterlandsverräter brandmarken. Erst durch die intensive Auseinandersetzung der historischen Forschung mit dem deutschen Jakobinismus in BRD und DDR der 1970er und 1980er Jahre wurde Metternich und vielen anderen deutschen Jakobinern durch Walter Grab, Heinrich Scheel und Franz Dumont ein Vermächtnis als deutsche revolutionäre Republikaner und Demokraten gesetzt. Deutsche Jakobiner hätten – so diese Geschichtsschreibung – mit ihren Vorstellungen von Freiheit und Rechtsgleichheit sowie der Befürwortung eines republikanischen Gemeinwesens den Weg in eine demokratisch-republikanische Zukunft Deutschlands geebnet (siehe: Dumonat: Die Mainzer Republik, 1982; Grab: Eroberung oder Befreiung, 1970; Grab (Hrsg.): Deutsche revolutionäre Demokraten, 1971-73; Grab: Von Mainz nach Hambach, 1973; Scheel (Hrsg.): Die Mainzer Republik 1975-81). Wie andere radikale deutsche Jakobiner gehört Mathias Metternich damit zu den Wegbereitern einer deutschen demokratisch-republikanischen Tradition, die zwar Exzesse der französischen Besatzungsarmee verurteilten, aber den Export der Revolution aus Frankreich „auf den Spitzen der Bajonette“ in andere europäische Staaten und damit auch Krieg, Terreur und Gewalt für notwendig hielten. Die Durchsetzung von Demokratie und Republik war für diese Akteure nie ein rein nationales deutsches Unterfangen, sondern ein transnationales und europäisches, mit allen problematischen Konsequenzen. Metternich hat die Ambivalenzen und Probleme des Exports von Freiheit und Demokratie „auf den Spitzen der französischen Bajonette“, das Verhalten der französischen Besatzer, vor allem die Rücknahme des eigentlich garantierten Selbstbestimmungsrechts der „befreiten Nationen“, immer wieder in seinen Reden und Schriften angeprangert. Gehofft hat er auf die „Selbstbefreiung“ der Deutschen, eine Hoffnung, die seinen Sohn, Germain Metternich, in den deutschen Vormärz tragen sollte.
Quelle:
Mathias Metternich, Rede worin die Bedenklichkeiten, welche den Mainzern gemacht wurden sich eine neue Constitution zu geben, beantwortet werden, zugleich der Vorschlag, die bisher bestandene Verfassung auszubessern verworfen wird, Mainz 1792.
Literatur:
Franz Dumont, Die Mainzer Republik von 1792/93. Studien zur Revolutionierung in Rheinhessen und der Pfalz, Alzey 1982.
Walter Grab, Eroberung oder Befreiung? Deutsche Jakobiner und die Franzosenherrschaft im Rheinland 1792–1799, Archiv für Sozialgeschichte 10 (1970), S. 7–94.
Idem, (Hrsg.), Deutsche revolutionäre Demokraten, 5 Bde., Stuttgart 1971–1973.
Idem, Von Mainz nach Hambach. Zur Kontinuität revolutionärer Bewegungen und ihrer Repression 1792–1832, in: Immanuel Geiss (Hrsg.), Deutschland in der Weltpolitik des 19. und 20. Jahrhunderts. Fritz Fischer zum 65. Geburtstag, Düsseldorf 1973, S. 50–69.
Anton Hoffmann, Darstellungen der Mainzer Revolution oder Geschichte der Stadt Mainz und umliegender Gegend, von Entstehung des französischen Revolutionskrieges bis nach der Wiedereroberung dieser Stadt, des Klubbs und des in der Stadt eröffneten rheinisch-teutschen Nationalkonventes, Frankfurt a.M. 1793/1794
Mario Keller, Rund um den Freiheitsbaum. Die Bewegung von unten und ihr Sprecher Mathias Metternich in der Zeit der Mainzer Republik 1792–1799, Frankfurt a.M. Main 1988.
Susanne Lachenicht, Information und Propaganda. Die Presse deutscher Jakobiner im Elsaß, München 2004.
Heinrich Scheel (Hrsg.), Die Mainzer Republik, 3 Bde., Berlin (DDR) 1975–1981.
Nach denen Grundsätzen der französischen Konstitution, und denen von dem hohen Nationalkonvent ergangenen Dekreten, soll es allen Völkern, bei welchen ihre Fahnen aufgesteckt sind, frei stehen sich erklären zu dürfen, ob sie der Frankenrepublik Konstitution annehmen, oder sich eine neue geben wollen. Wir arme Landleute […], an die von jeher und noch jetzo am wenigsten gedacht wird, mögten uns so gern für die fränkische Konstitution erklären, und wünschen nichts als einen Weg, wie wir uns ganz freimütig, Mann vor Mann dazu erklären könnten […]. Wir verließen uns in besonderer, aber getäuschter Zuversicht, auf die Bürger am Ruder zu Mainz; wir sehen aber anjetzo ein, dass diese nicht nur uns wegen ihrem Eigentums, sondern auch ihre eigene geringere Mitbürger, die sie stolz Leute von geringem Stande nennen, zu hintergehen suchen, da sie die alte Konstitution für sich, ihre Schwelgerei, und für ihre Kinder, die sie zur Arbeit nicht erzogen, behaglicher finden, ihre geringen Mitbürger sowohl, weil sie diesen nicht gleich sein wollen, als uns von Annahm der fränkischen Konstitution durch allerlei falsche Vorspiegelungen abzuhalten, und daher unsere Erklärung so zu verzögern suchen, dass unsere Erretter die Franken wegen unserer Drikerei verdrießlich werden, und uns mit unseren aufgeblasenen Handelsleuten unserem alten Schicksal überlassen mögten, damit die ehrenfesten Herren Stadträte, welche von etlichen Jahren bisher noch keine ordentliche Rechnung abgelegt, länger im trüben fischen, für ihre Kinder besser sorgen, ihre Schwelgerei befördern, Euren Schweiß je länger desto heftiger aussaugen, und zuletzt Euch noch gar als Sklaven behandeln könnten.
„Freiheit“, sagen Sie „hat der deutsche Bürger, und insonderheit der Mainzer wirklich schon so viel, als mit einer gesellschaftlichen Verfassung bestehen kann […]“. Wie können Sie Hr. Doktor, solche Dinge in die offene Welt schreiben, und gar drucken lassen, in eine Welt, wo jeder, dessen Vernunft noch ein bisschen Spannkraft aus ihren Fesseln gerettet hat, bei sich selbst fühlen muss, dass dieser ganze dreiste Satz Worte, aber kein Quäntchen Wirklichkeit enthält! Der Deutsche hat so viel Freiheit, als mit der gesellschaftlichen Verfassung bestehen kann? Als mit dem Interesse des Fürsten und des Adels bestehen kann, hätten Sie sagen sollen. […] Er hat Freiheit, zu wohnen, wo es ihm beliebt, wenn er aber aus des alten Herrn Lande zu ziehen beliebt, so nimmt ihm dieser den 5 ten, 6 ten, -ten Teil seiner Habe; er hat Freiheit, zu arbeiten, und zu erwerben, wenn er aber stirbt, so nimmt der Fürst aus seinem Vermögen das beste Haupt, das beste Kleid; er hat Freiheit, sein Feld das ganze Jahr zu bauen, mit beliebigen Früchten zu besäen und bepflanzen, wenn aber die Zeit kommt, den Lohn seines Fleißes zu ernten, so nimmt der gnädigste Herr den zehnten Teil seiner Früchte voraus weg. Er hat Freiheit, sich eine Frau zu wählen, mit ihr Kinder zu zeugen, sie fleißig und arbeitsam zu erziehen; wenn aber der Sohn groß und stark genug ist, dem Vater bei seinem abnehmenden Kräften in seiner schweren Arbeit die gewünschte Unterstützung zu leisten, so muss er vor des gnädigsten Herrn Türe Schildwache stehen. Er hat Freiheit - o er hat Freiheit, dass es zum Erbarmen ist!!!
Der Franzose nicht nur, sondern jede genug aufgeklärte, und machthabende Nation, wird das Despotengebäude umwerfen, wenn sie kann; d.h. wenn sie die beiden Erfordernisse: Aufklärung und Macht hat; die Nation, die richtig über ihren Vorteil denkt, muss es aber auch tun. Die Winselei vom auszuflickenden Gebäude ist wie ihr gewöhnliches Geheule. Ich könnte ihnen dagegen diese Phrase setzen: Wenn ein vernünftiger Mann erkennt, dass das Gebäude auf einer schadhaften Grundfeste ruht; wenn der Unrat Holz und Mauern angefressen hat, wird er da noch im Innern Kosten zum Flicken verwenden? Oder wenn ein Gebäude deswegen ungesund zu bewohnen war, weil es auf dem Sumpfe stand; wird da eine geputzte innere Einrichtung, und Verkleisterung von außen das Übel heben?
Der Adel ist das lächerlichste Machwerk vor dem Richterstuhle der Vernunft. Bloßer Zufall der Geburt setzt hier Menschen über alle andere hinaus; aber vor der Gerechtigkeit mag diese Menschenzunft gar nicht bestehen. Ausnahmen fast von allem, was Menschen lästig war, und Vorzüge und Alleingenuß dessen, was verdienten Menschen Lebens- und Ruhegenuß verschaffte - und all dieses meist Fürstenmachwerk!
Dem Volke, welches und sandte, eine Regierungsverfassung zu geben, bei welcher es so glücklich sei, als es nach seiner natürlichen und moralischen Lage nur immer möglich ist, das ist das einzige, aber auch weitumfassende Geschäft, welches wir vollenden müssen. Ihr habt das Volk in seine Souveränitätsrechte eingesetzt, aber noch ist kein Schritt zur Ausübung dieser Rechte getan worden; aber ausgeübt wird dieses Recht, in Festsetzung einer Staatsverfassung, die diese Souveränität auf immer sicher erhält, wo dem geringsten Despotismus keine Lücke gelassen wird, je wieder einzuschlüpfen, und Verheerung des Volksglückes anzurichten; in einer Verfassung, die jedem Einzelnen und der ganzen Volksgesellschaft Sicherheit, und den freien gebrauch seines Eigentumes, seiner Erwerbskräfte, ganz gewährt. Dieses Recht muss nun unnachlässig ausgeübt werden, weil kein in eine Gesellschaft vereintes Volk ohne Staatsverfassung sein kann. – Es ist demnach ganz und gar nicht in unserer Gewalt, dieses Geschäft auch nur noch eine kurze Zeit aufzuschieben, weil unser Volk ohne Verfassung ist.
Drei Jahre schon bluten wir an den traurigen Folgen eines verheerenden Krieges, in den uns die Dummheit und Raubsucht Größerer, die abenteuerliche Ruhmsucht kleinerer Fürsten und der Geiz schlechter Minister und Mätressen gestürzt haben. Gleich anfangs der französischen Revolution fürchteten die Fürsten ihre Alleinherrschaft zu verlieren. Der Adel aller Länder, der an Höfen und auf seinen Schlössern der Adel sage ich, der von eurem Schweiße schwelgte, der sich überall Steuern und Abgaben frei erklärte, fürchtete den Verlust seines Wohllebens, und der sogenannten hohen Vorrechte. Die Geistlichkeit, welche sich von euren Zehnten, von euren Gütern, die sie euren Voreltern abschlichen, mästen und sich bis ans Ende der Welt zu mästen gedenkt; schreien euch zu, man wolle euch euren Gott, eure Religion nehmen. Durch diesen Betrug suchten euch diese Menschen in ihrer Unterwürfigkeit zu erhalten; unter diesem Vorwande nahmen auch die Fürsten eure Söhne zu Soldaten, beraubten alte Eltern ihrer letzten Stütze, und gebrauchten sie schändlich, um euch zu unterdrücken, um euch unter ihrem Joche und unter dem Joche des Adel und der Geistlichkeit zu halten, unter diesem Vorwande nahmen sie euch euer Geld, schwelgten davon, und führten damit Kriege gegen euch selbst.
Heute nun, zum zweitenmale ist der Baum der Freiheit von Mainz gepflanzt. Fünf Jahre sind's, wo an eben dieser Stelle, in eben diesem Monate, nur 3 oder 4 Tage später, dieses geheiligte Zeichen der Freiheit, von Händen gepflanzt wurde, die der Freiheit, vorher schon gehuldigt hatten - Im Julius des Jahres 93 ward der Baum von Schinders-Händen umgeworfen. Die Herrn, die damals in Mainz regierten […], glaubten durch ihr unwürdiges Betragen der Freiheit Hohn zu sprechen; sie zu besudeln - Ha! Der Freiheit Hohn zu sprechen!!- Doch nein! diese Tochter des Himmels ist erhabener, als das niedrige Seelen sie beleidigen könnten; Menschen, die den Gedanken, frei zu sein, nicht fassen können, deren Kopf und Herz zu sehr vom Sklavensinn verdorben ist, die können weder die Freiheit, noch deren Anhänger beschmutzen. Dank dir ewige Vorsehung! Dank dem Schutzgeiste der Freiheit! Dank euch unüberwindliche Sieger, republikanische Soldaten! Die Schmach die man hier der Freiheit, und ihren Bekennern, die man auch euch hier antat, ist gerächt; euer starker Arm hat sie gerächt; unbesiegbar kräftig ist der Gedanke für Freiheit und Menschenrecht zu kämpfen, habt ihr die Feinde der Republik zu Boden gestürzt, habt dem linken Rheinufer und so auch Mainz seine Freiheit erkämpft! Euch gebührte das ewige unzerstörbare Denkmal eurer Siege: DER FREIE RHEIN; DAS DURCH EUCH BEFREITE MAINZ.
Der Bürgerfreund, Mainz 1792-1793.
Beschwerdeführung des Landmannes über die langsame Entschliessung der Bürger zu Mainz, Mainz 1792.
Etwas über das Etwas des Dr. Gottlob Teutsch an den Verfasser des mainzischen Bürgerfreundes über die mainzische Konstitution. – von einem Bürger auf dem Lande, Mainz 1792.
Der Aristokrat in der Klemme: Ein Lustspiel in zwei Aufzügen, nach dem Französischen frei bearbeitet, Mainz 1792.
Der Aristokrat auf Seichtheiten und Lügen ertappt. Eine Widerlegung einer Schrift unter dem Titel: über die Verfassung von Mainz oder Vergleich des alten und neuen Mainz, Mainz 1793.
Untersuchung der Frage: Wie kann der rheinisch-deutsche Freistaat dauerhafte Sicherheit in seiner freien Verfassung erhalten? gesprochen im deutschen National-Convente zu Mainz, Mainz 1793.
Etwas über die Klubbs und Klubbisten in Teutschland, und was dabei Rechtens ist, Mainz 1793.
Politische Unterhaltungen am linken Rheinufer, Bingen 1797-1798.
Keller, Mario: Rund um den Freiheitsbaum. Die Bewegung von unten und ihr Sprecher Mathias Metternich in der Zeit der Mainzer Republik (1789–1799) (Moralische Ökonomie, Bd. 4), Frankfurt 1988.
Lachenicht, Susanne: Information und Propaganda. Die Presse deutscher Jakobiner im Elsass (1791–1800), München 2004.
Lachenicht, Susanne / Cottebrune, Anne: „Deutsche Jakobiner“ im französischen Exil. Paris und Straßburg – Wege zwischen radikaler Akzeptanz und Ablehnung der Revolution, in: Francia 31/2 (2004), S. 95–119.
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